15.07.2003
Frankfurt (15.07.03) Laut einer PwC-Studie erwarten fast 90 Prozent der Unternehmen mit Auslandskontakten Auswirkungen der EU-Erweiterung auf ihr Geschäft.Nur 14 Prozent der Unternehmen haben jedoch Mittel zur Abdeckung der dadurch entstehenden Kosten eingeplant. Nur knapp ein Drittel der Unternehmen hat bereits vor 2003 begonnen, sich mit der EU-Erweiterung auseinander zu setzen und sich auf die Folgen einzustellen. Die größten Annäherungen sind nach Einschätzung der Unternehmen im Steuerbereich, im Rechnungswesen und bei der Berichterstattung zu erwarten.
Zu diesen Ergebnissen kommt die von PwC (PriceWaterhouseCoopers) in Auftrag gegebene Studie The Impact of EU Enlargement. Dazu wurden im Mai und April 2003 100 der bedeutendsten Unternehmen in Mittel- und Osteuropa aus unterschiedlichen Branchen befragt.
Fast die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sie externe Unterstützung bei der Vorbereitung auf die EU-Erweiterung benötigen. „Es ist Besorgnis erregend, dass trotz der erwarteten Auswirkungen 86 Prozent der Unternehmen keine Mittel eingeplant haben, um die Kosten für die Vorbereitung auf die Erweiterung abzudecken. Nur sieben Prozent der Unternehmen haben Beträge von 50.000 Euro oder mehr zurückgestellt", erklärt Lorenz Bernhardt, Partner bei PwC und Mitglied der German Market Group für Mittel- und Osteuropa. „Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere Erfahrung, dass die große Mehrheit der in Mittel- und Osteuropa engagierten Unternehmen, sich entweder sehr wenig zeitlichen Spielraum lässt oder die Fülle der Veränderungen unterschätzt, die für die Anpassung an das EU-Recht erforderlich sind."
Nahezu 20 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre Unternehmensstruktur mit der EU-Erweiterung verändert. So rechnet die Hälfte von ihnen mit einer stärkeren Konzentrierung des mittleren Managements. Die größten Veränderungen werden in den Bereichen Steuern, Rechnungswesen und Berichterstattung erwartet. Dies spiegelt sich in den Aufgabenbereichen der Mitarbeiter wider, die für die Vorbereitung auf die Erweiterung verantwortlich sind: 61 Prozent der Befragten sind in den Bereichen Finanzen / Controlling und Steuern tätig.
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