30.09.2004
München (30.09.04) - Der Vorschlag von Peter Gauweiler zu einer Transrapid-Verbindung auf der Strecke von Berlin nach Moskau ist nicht neu. Er hat vermutlich auch mit seiner erneuten Publizierung seinen Zweck erfüllt.
Gauweiler sagt nichts zu den Kosten einer derartigen Strecke, zur Finanzierung und zu den Passagierzahlen, die auf einer derartigen Strecke transportiert werden sollen. Wenn auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin das Passagieraufkommen für einen Transrapid schon zu wenig war, auf welche Weise soll dann ein Passagieraufkommen zwischen Berlin und Moskau dargestellt werden, fragt Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu. Insofern stelle sich das, was vielleicht als Vision gedacht war, sehr schnell als Seifenblase heraus.
Ähnlich verhält es sich mit dem sehr populistischen, aber ebenso unrealistischen Vorschlag, die 550 Mio. Euro, die bisher für das Münchner Transrapid-Projekt vorgesehen sind, für den Bau des Mittleren Rings umzuschichten. Wenn diese Mittel nicht für eine Transrapidstrecke eingesetzt werden - das beinhaltet die Zweckbindung dieses Haushaltstitels - dann werden sie von Finanzminister Eichel eingezogen. Mit seinen Vorschlägen wird Herr Gauweiler also bestenfalls bewirken, dass am Schluss in München weder Investitionen für den Transrapid noch für den Straßenbau am Mittleren Ring aus dem Bundeshaushalt laufen.
Quelle: STMWIVT
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