Russland interessiert am Kauf von Plattenbauten

16.09.2005

Eine Delegation aus Russland hat am 15.9.2005 in Begleitung von Experten des Bundesbauministeriums den Rohbau in Schildow besucht. Es gibt Überlegungen, Plattenbauteile aus küstennahen deutschen Spendergebäuden über den Seeweg nach St. Petersburg zu schaffen und sie dort für den Wohnungsbau zu verwenden. Im Gespräch sind bis zu 240.000 Quadratmeter Wohnfläche.

"Wir können die Ergebnisse der Gespräche nicht vorwegnehmen. Es sieht aber ganz so aus, als ob der ostdeutsche Plattenbau nach 15 Jahren in völlig neuer und moderner Form vor einem Comeback steht", erklärte Bundesbauminister Dr. Manfred Stolpe in Berlin.

Gebrauchte Plattenbauteile aus DDR-Produktion seien besser als ihr Ruf, so der Bauminister. Bautechnisch seien sie von hoher Qualität und hätten noch eine Lebensdauer von gut 80 Jahren vor sich. Deshalb spreche vieles dafür, die Platte wieder zu verwenden. Sie eigneten sich hervorragend für den Bau von Einfamilienhäusern.

In Schildow bei Berlin wird derzeit erstmals aus gebrauchten Plattenbauteilen der Rohbau eines "Zwei-Generationenhauses" mit Satteldach errichtet.

Das Material stammt aus dem schonenden Rückbau im Rahmen des Stadtumbau Ost. Stolpe wies darauf hin, dass beim Hausbau mit Plattenbauteilen Kostenvorteile von bis zu 30 Prozent entstünden. Dies bedeute eine hohe finanzielle Entlastung für den Bauherrn. Damit werde der Erwerb eines Eigenheims auch für Menschen erschwinglich, die sich das bisher aus finanziellen Gründen nicht leisten konnten. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen sprechen für das Verfahren vor allem ökologische Gründe. "Bisher wurden die Platten häufig im Straßenbau in zerkleinerter Form weiterverwendet. Indem wir neue, höherwertige Möglichkeiten für ihre weitere Verwendung finden, zeigen wir, dass wir mit unseren Ressourcen schonend umgehen. Das passt hervorragend zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung", so Stolpe.

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

 

 

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