15.12.2003
"Nicht nur Menschen mit Behinderung oder Senioren profitieren von einer barrierefreien Gestaltung des Stadtraums. Auch Eltern mit Kinderwagen oder Kleinkindern, Reisende mit Rollenkoffer oder verletzte Freizeitsportler an Krücken erleichtert eine barrierefreie Umwelt das tägliche Leben. Barrierefrei bauen ist also bauen für alle", betont Innenstaatssekretär Georg Schmid am 15. Dezember 2003 in Augsburg. Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung unterstützt die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern dieses gesamtgesellschaftliche Anliegen mit einer Fachinformation der Städtebauförderung für Städte und Gemeinden.
Straßen, Wege und Plätze sind der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Deshalb sollten sie auch alle Menschen uneingeschränkt nutzen können. Dies gilt ebenso für öffentliche Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Spielplätze. "Öffentlich zugängliche Gebäude sind mittlerweile selbstverständlich barrierefrei gestaltet. In historischen Stadtbereichen oder bei alter Bausubstanz stellt das barrierefreie Bauen jedoch noch eine besondere Herausforderung dar," so Schmid. Die Oberste Baubehörde gibt deshalb Kommunen und Planern mit dem neuen Faltblatt Anregungen und Hilfen an die Hand, auch bei der Planung im Bestand die Belange aller Menschen zu berücksichtigen.
Das Heilig-Geist-Spital als Veranstaltungsort ist ein barrierefrei umgebautes denkmalgeschütztes Gebäude, dessen Hauptnutzer die weltbekannte Augsburger Puppenkiste ist. Die Sanierung des Ensembles Heilig-Geist-Spital wurde maßgeblich aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. "Dies zeigt wieder einmal, dass die Städtebauförderung einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung leistet," freut sich Schmid.
Quelle: STMI
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