Dr. Spaenle: Bundesweit erste Debatte zum „Bologna-Prozess“

09.03.2004

München (09.03.04) - Als erstes Landesparlament befasst sich der Bayerische Landtag auf Initiative der CSU-Fraktion mit dem so genannten „Bologna-Prozess“ und den sich daraus ergebenden Veränderungen der Hochschullandschaft in Bayern. Das erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur, Dr. Ludwig Spaenle. „Die Umsetzung der Bologna-Erklärung zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums wird eine der strategisch wichtigsten Weichenstellungen in der bayerischen Hochschulpolitik. Sie wird die Strukturen der Hochschulen in den nächsten Jahren gravierend verändern.“

Nicht zuletzt deshalb hätten die Hochschulexperten der CSU-Fraktion die Initiative ergriffen und für Mittwoch (10. März) eine Experten-Anhörung im Hochschulausschuss angesetzt. Die Diskussion mit Fachleuten aus Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen, aber auch aus der Wirtschaft und aus anderen Ländern soll Chancen und Nachteile abwägen und Anstöße für die Umsetzung in Bayern geben.

„Bayern ist auf den Bologna-Prozess gut eingestimmt“, so Spaenle. Besonders mit den 1998 eingeführten Bachelor- und Masterstudiengängen sei der Freistaat gut auf die Ziele des „Bologna-Prozesses“ vorbereitet. Danach soll ein europäischer Hochschulraum entstehen, der unter anderem auf vergleichbaren Studienabschlüssen (Bachelor und Master) beruht. Die systematische und strategisch angelegte Umstellung der Studiengänge ist laut Spaenle zentrale Aufgabe der nächsten Jahre. Dabei sei auch zu prüfen, ob und wie traditionelle deutsche Hochschulabschlüsse, zum Beispiel das Diplom oder der Magister Artium, auch weiterhin ihren hohen Stellenwert erhalten können. Spaenle sieht hier einen dringenden und weitreichenden Handlungsbedarf. Die Wissenschaftspolitik müsse zu offener, qualitäts- und erfolgsorientierter Betrachtungsweise bereit sein. Spaenle: „Der wichtigste Maßstab ist für uns, die Qualität der bayerischen Studienangebote zu sichern und die Akzeptanz der Absolventen am Arbeitsmarkt nicht nur zu erhalten, sondern mit dem „Bologna-Prozess“ weiter zu verbessern.“

Quelle: CSU-Landtagsfraktion

 

 

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