Bauindustrie fordert: Eine Milliarde Euro zusätzlich für bessere Verkehrswege in Ostbayern

02.11.2004

München (02.11.04) - „Die Infrastruktur droht zur Restgröße der öffentlichen Verantwortung zu werden“, so Walter Arnold, Vorsitzender des Bezirksverbandes Ostbayern des Bayerischen Bauindustrieverbandes am 2. November auf der regionalen Verkehrskonferenz der Bau- und Transportwirtschaft in Wernberg. „Ostbayern kann seine Chance in Europa nicht nutzen, weil wichtige überregionale Entwicklungsachsen fehlen.“ bemängelt Arnold.

Bis 2015 müssen 1 Mrd. Euro zusätzlich für Sanierung, Erhalt und Ausbau der Verkehrswege in Ostbayern bereitgestellt werden, so die einmütige Forderung der Vertreter aus Bau- und Transportwirtschaft. Arnold fordert: „Die Projekte müssen jetzt in Gang kommen! Wir können nicht noch vierzig Jahre warten, bis die Region ihre Zukunftsfähigkeit verspielt hat.“

Für die Bundessstraße B 85 fehlen beispielsweise derzeit rund 150 Mio. Euro und auch andere Projekte wie die B 15neu, die B 20 und die B 303 sowie viele andere Entwicklungsachsen haben kaum eine Chance vor 2030/2040 realisiert zu werden.

Die Entwicklungschancen Ostbayerns leiden auch unter dem mangelhaften Ausbau des Schienennetzes der Region. „Das vordringlichste Bahnprojekt für Ostbayern ist die Anbindung an den Flughafen München, die überregionale Verbindung zwischen dem Raum München und dem näher gerückten Nachbarn Tschechien.“ so Arnold.

Während Sachsen und Böhmen zum Beispiel bereits vier Verkehrsachsen vereinbart haben, darunter die Bahnlinie Prag-Linz, fehlt in Bayern die politische Festlegung generell schnelle, konkurrenzfähige Anbindungen zu schaffen.

Neben Straße und Schiene spielt auch die Donau eine wichtige Rolle. Vollausgebaut hätte sie die Transportkapazität einer vierspurigen Autobahn. Sie wäre eine leistungsfähige Anbindung Ostbayerns an den sich dynamisch entwickelnden Wirtschaftsraum Südosteuropa.

Mit ihrer gemeinsam unterzeichneten Verkehrsresolution wollen die beteiligten Partner aus der Bau- und Transportwirtschaft die Politik zur Zukunftsvorsorge und zum Erhalt des gebauten Volksvermögens anmahnen.

Quelle: bbiv

 

 

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