Beckstein fordert Lkw-Maut auf Bundesstraßen, um Ausweichverkehr zu vermeiden

04.01.2005

München (04.01.05) - "Die Einführung der Maut darf nicht zu Lasten der Anwohner an Bundesstraßen und auch nicht auf Kosten der Verkehrssicherheit gehen. Daher muss der Bund die Mautpflicht für Lkw auch auf solche Bundesstraßen ausdehnen, die Mautflüchtige als Ausweichstrecken nutzen. Ich erwarte vom Bund, dass er hier zum Wohle der Bürger schnell handelt und die im Autobahnmautgesetz gegebenen Möglichkeiten auch umgehend nutzt", fordert Innenminister Dr. Günther Beckstein.

Nach einem Verkehrsgutachten des Bundesverkehrsministeriums werden voraussichtlich zwei bis vier Prozent des Güterverkehrs wegen der Mautpflicht von den Autobahnen auf das übrige Straßennetz ausweichen. "Ich gehe davon aus, dass die Transporteure grundsätzlich den Autobahnen treu bleiben, da diese trotz der Maut die mit Abstand wirtschaftlichsten Transportwege sind. Ein spürbarer Ausweichverkehr kann aber entstehen, wenn gut ausgebaute Bundesstraßen parallel zur Autobahn laufen oder gute Abkürzungen sind", so Beckstein. Bayern hat daher vorsorglich alle Stellen, an denen ein verstärkter Ausweichverkehr zu erwarten ist, mit Dauerzählstellen ausgerüstet. "Damit können wir den Umfang der Mautflucht messen und belegen", so Beckstein weiter.

Quelle: STMI

 

 

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