Zwischenbericht wird vorgestellt
München - 03.05.2007
Am Freitag, den 11. Mai 2007 von 11.00 – 15.00 Uhr im Jüdischen Zentrum, St.-Jakobsplatz 18 in München wird der Zwischenbericht des Modellprojektes "Leben findet Innenstadt" vorgestellt.
2005 hat die Oberste Baubehörde das Vorhaben mit zehn Modellgemeinden gestartet. Seit Anfang 2006 erproben Bamberg, Erlangen, Forchheim, Fürstenfeldbruck, Kaufbeuren, Langquaid, Neunburg vorm Wald, Bad Neustadt a. d. Saale, Passau und Wunsiedel neue Partnerschaften und Allianzen in ihren Stadt- und Ortszentren. Nach einer Werkstattphase liegen nun erste Erkenntnisse zur Kooperation von Immobilieneigentümern, Unternehmen, Kreditinstituten, Bürgerinnen und Bürgern und Kommunen vor.
Ziel ist es, das unverwechselbare Profil einer Kommune zu sichern, die Attraktivität der bayerischen Ortszentren zu stärken und Chancen des Standortes zu nutzen.
Auch die Bayerische Ingenieurekammer-Bau beiteiligt sich als Partner an dem Modellvorhaben.
Dr. Heinrich Schroeter, Präsident erläutert die Notwendigkeit, Innerstädtische Strukturen und Nutzungen in Respekt vor dem gewachsenen baulichen Erbe weiter zu entwickeln und zukunftsfähig zu machen: "Es gab gute Gründe, weshalb sich einst die Einwohner Mitteleuropas die Kreuzung von Verkehrswegen oder die Lage an Flüssen ausgesucht haben, um die ersten Siedlungen zu gründen: Die Straßenkreuzung versprach einen attraktiven Standort für Handel und Handwerk, und der Fluss war die einfachste, weil natürliche Ver- und Entsorgungseinrichtung.
Die Grundprinzipien sind erhalten geblieben. Auch heute erwarten die Menschen, dass Sie in „ihrer Stadt“ umfassend versorgt werden. Vom Einzelhandel über schulische und kulturelle Angebote bis hin zur bürgernahen Verwaltung muss eine Kommune heute innerstädtisch alles bieten, um im Wettbewerb der Standorte bestehen zu können.
In gleichem Maße, wie sich die Erwartungen der Einwohner und Kunden weiter entwickeln, ändern sich auch die Anforderungen an Strukturen und Konzepte von Gebäuden, Quartieren, Verkehrsnetzen sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen.
Eine große Herausforderung für alle Beteiligten besteht darin, in Respekt vor dem gewachsenen baulichen Erbe und mit Rücksicht auf soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten die bayerischen Innenstädte nachhaltig als attraktive Standorte weiter zu entwickeln und somit langfristig zu sichern. Stadt- und Standortmarketing funktionieren nur Hand in Hand mit Stadt- und Strukturplanung.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau begrüßt die Initiative der Obersten Baubehörde zur Auslobung des Modellvorhabens „Leben findet Innenstadt“ ausdrücklich. Gerne vermittelt sie bei fachlichen Fragen Ansprechpartner aus allen Tätigkeitsbereichen der Ingenieure im Bauwesen."
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