Statistisches Bundesamt legt erstmals detaillierte Zahlen über Ingenieurbüros vor.
München/Wiesbaden - 22.02.2010
Sie bauen Brücken, Einkaufscenter, U-Bahn-Tunnel, Kläranlagen oder Fußballstadien – was Bauingenieure konstruieren, ist von Dauer und nutzt allen. Eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes zur Preisentwicklung von Architektur- und Ingenieurbüros belegt die hohe Bedeutung des Berufsstandes für die Allgemeinheit. Die Auswertung der Quellen ergab auch, dass der Umsatz deutscher Architekturbüros, Ingenieurbüros und Ingenieurgesellschaften im Jahr 2006 insgesamt 35,9 Milliarden Euro betrug.
Den Löwenanteil machen mit 78 Prozent die Leistungen von Ingenieurbüros und -gesellschaften aus. Der größte Anteil davon entfällt mit rund einem Drittel auf baubezogene Leistungen: Von der Planung bis zur Fertigstellung des Projektes begleiten Ingenieure alle Phasen eines Bauvorhabens. Sie verantworten bundesweit jährlich Bauinvestitionen in Höhe von rund 230 Milliarden Euro und sichern rund 300.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung unseres Berufsstandes für die Allgemeinheit“, sagte Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau in München.
In vielen Dienstleistungssektoren waren über die Preisentwicklung bisher keine amtlichen Daten verfügbar, so auch für Architektur- und Ingenieurbüros. Um hier eine Statistik dauerhaft berechnen zu können, führte das Statistische Bundesamt ein Entwicklungsprojekt durch. Neben der Auswertung von Sekundärinformationen und Gesprächen mit Branchenvertretern standen Erhebungen im Mittelpunkt der Arbeit, die unter anderem bei 308 Unternehmen der Branche durchgeführt wurden.
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