Große Infrastrukturprojekte in Deutschland so vorbereiten, dass diese in der Bevölkerung höhere Akzeptanz finden und die Auswertung des Schlichtungsverfahrens zum Vorhaben „Stuttgart 21“ waren Schwerpunkte eines Treffens wichtiger Ingenieurverbände.
Frankfurt am Main - 28.01.2011
Die Repräsentanten der Ingenieurverbände erkennen die dringende Notwendigkeit, gemeinsame Aktionen zur Verbesserung der Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in der breiten Bevölkerung vorzunehmen. Der teilweise anzutreffenden „Technikfeindlichkeit“ muss durch Darstellung herausragender und beispielgebender Ingenieurleistungen aus Vergangenheit und Gegenwart entgegen getreten werden.
Hiermit soll nicht nur informiert, sondern auch für den interessanten Beruf des Ingenieurs und Naturwissenschaftlers geworben werden. Pfeiler des Wohlstands in unserem Land sind einerseits die technische Leistungsstärke und Innovationskraft sowie andererseits der gesellschaftliche Konsens. Mut zu Veränderungen und Zukunftssicherung durch technische Großprojekte gehören dazu.
Planer allgemein und speziell die Ingenieure können nicht alleine bei technischen Infrastrukturprojekten die notwendige Aufklärungsarbeit leisten. Auftraggeber und politisch Verantwortliche - auf allen Ebenen - sind bei diesem Prozess genauso stark gefordert.
Die beteiligten Verbände stimmen überein, den Dialog untereinander und eine breite Öffentlichkeitsdiskussion zielgerichtet zu führen. Als erste Maßnahme wurde festgelegt, am 26. März 2011 in Frankfurt am Main eine Zusammenkunft junger Ingenieure und Studenten aus allen Verbänden durchzuführen, auf der erkannte Probleme bei der Vorbereitung von Großprojekten diskutiert werden.
Weiterhin wird ein Kongress mit Auftraggebern und Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft für den Herbst 2011 vorbereitet, auf dem Wege und Möglichkeiten zur Verbesserung der Vorbereitung von Infrastrukturvorhaben herausgearbeitet und Schlussfolgerungen aus der Schlichtung bei „Stuttgart 21“ gezogen werden sollen.
Teilnehmende Verbände der Abstimmung am 17.01.2011 in Frankfurt:
Bundesingenieurkammer (BIK, i. V. durch Ing.-Kammer B-W), Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik (BVPI), Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (BSVI), Deutsche Gesellschaft für Geotechnik (DGGT), Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA), Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), Verband Beratender Ingenieure (VBI), VDI – Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI).
Quelle: Verband Beratender Ingenieure VBI
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