Landesbaukunstsausschuß München

Innenminister Herrmann beruft Mitglieder des Bayerischen Landesbaukunstausschusses

 

München   -  25.06.2014

Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat gestern in München Professor Christian Baumgart, Professorin Ingrid Burgstaller, Professorin Dr. Uta Hassler, Professorin Regine Keller, Professor Arno Lederer, Manfred Mayerle und Professor Dr. Michael Pötzl (Hochschulbeauftragter der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau an der Hochschule Coburg) als neue Mitglieder des Bayerischen Landesbaukunstausschusses berufen. Sie werden den Freistaat künftig bei seinen Bauvorhaben in Sachen Baukultur und Bauqualität beraten und dabei ihren Fachverstand aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Denkmalpflege sowie der Bildenden Kunst einbringen. "Die Expertise der Mitglieder verschiedener Fachdisziplinen gibt der Baukunst und der Baukultur in Bayern wertvolle Impulse. Die Staatsbauverwaltung wird stets offen und konstruktiv mit den Hinweisen aber auch der Kritik der Mitglieder des Landesbaukunstausschusses umgehen", so Herrmann.

Ludwig I. hatte bereits 1829 einen Baukunstausschuss eingerichtet und Leo von Klenze, den ersten Leiter der Obersten Baubehörde, zum Ausschussvorsitzenden ernannt. Der Baukunstausschuss sollte sich der Förderung des "reinen und guten Geschmacks" annehmen und dafür sorgen, dass besonders bei den staatlichen Bauwerken "edle und der Nachahmung würdige Formen und Vorbilder" dargestellt werden. Seit seiner Wiederbegründung im Jahr 1952 hat der Ausschuss in 149 Sitzungen zahlreiche wichtige Baumaßnahmen beraten, darunter den Wiederaufbau von Nationaltheater, Glyptothek und Alter Pinakothek in München sowie die Neubauten der Staatskanzlei und des Münchner Flughafens Franz-Josef-Strauß. Die ehemals verpflichtende Vorlage auch privater Vorhaben war zuletzt aber nicht mehr zeitgemäß, deshalb ruhte die Arbeit des Landesbaukunstausschusses seit dem Jahr 2000. Nun wird er seine Arbeit entsprechend seiner ursprünglichen Aufgabe wieder aufnehmen und über die Bauvorhaben des staatlichen Hochbaus sowie des Straßen- und Brückenbaus beraten. Darüber hinaus soll der Landesbaukunstausschuss Städten und Gemeinden als freiwillig anzurufendes Beratungsgremium zur Verfügung stehen.

"Die Baukultur hat in Bayern einen hohen Stellenwert. Staatliche Bauwerke prägen das Gesicht unserer Städte und der bayerischen Kulturlandschaft, sie stehen im Blickfeld des öffentlichen Interesses und zeigen das Bauen ihrer Zeit. Dabei haben sie auch für die kommunalen, gewerblichen und privaten Bauherren eine Vorbildfunktion", erläuterte Herrmann. Er betonte, dass der Landesbaukunstausschuss aber nicht das einzige Instrument sei, welches die Qualität beim staatlichen Planen und Bauen mitbestimme. "Jeder Verfahrensschritt bei unseren staatlichen Bauvorhaben dient dazu, die bestmögliche Lösung zu finden und umzusetzen", ergänzte der Bauminister.

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr)

 

 

[ zurück ]

 

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern