Staatsminister Joachim Herrmann verabschiedet Dipl.-Ing. Josef Poxleitner in den Ruhestand
München - 01.07.2014
Ministerialdirektor Dipl.-Ing. Univ. Helmut Schütz (im Foto rechts), langjähriger 1. Vizepräsident und Mitglied im Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, übernimmt zum 1. Juli 2014 das Amt des Leiters der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Schütz war von Ende 2007 bis Mitte 2014 Mitglied
der Vertreterversammlung sowie 1. Vizepräsident der Kammer. Zum neuen 1. Vizepräsidenten der Kammer wurde Dipl.-Ing. Univ. Michael Kordon gewählt. (► Weitere Informationen)
Schütz folgt auf Ministerialdirektor Dipl.-Ing. Josef Poxleitner (im Foto links), der diesen Posten mehr als ein Jahrzehnt lang innehatte und sich nun in den Ruhestand verabschiedet.
Die Oberste Baubehörde baut seit ihrer Gründung im Jahre 1830 durch König Ludwig I. für die Menschen in Bayern. Ihr erster Leiter war Leo von Klenze. Nun stand ein bedeutender Wechsel an der Spitze der Staatsbauverwaltung bevor.
Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat am 30. Juni 2014 bei einem Festakt in der Münchner Residenz den langjährigen Leiter der Obersten Baubehörde, Ministerialdirektor Josef Poxleitner, in den Ruhestand verabschiedet und seinen Nachfolger, Ministerialdirigent Helmut Schütz, ins Amt eingeführt: "Als 25. Nachfolger von Leo von Klenze, dem ersten Leiter der Obersten Baubehörde, haben Sie seit 2003 die Staatsbauverwaltung als ideenreicher Lenker mit Faszination und Verantwortung geleitet und zukunftsfest gemacht."
Herrmann dankte Poxleitner im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung für sein außergewöhnliches Engagement für das Planen und Bauen in Bayern und wünschte ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute, Gesundheit, Glück und Gottes Segen. Helmut Schütz wird nach den Worten Herrmanns als neuer Leiter die Oberste Baubehörde auf ihrem erfolgreichen Kurs weiterführen. Herrmann: "Zu Ihrer anspruchsvollen Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Kraft und Erfolg sowie das Quäntchen Fortune, das selbst der Tüchtigste braucht."
Poxleitner hatte seit 2003 als Leiter der Obersten Baubehörde die Geschicke des gesamten staatlichen Planens und Bauens gelenkt und mit seinen rund 11.000 Mitarbeitern zahlreiche Straßen, Brücken, Tunnel, Universitäten, Museen, Klinika und vieles mehr in Bayern gebaut.
Der Innenminister betonte in seiner Rede besonders die Verdienste Poxleitners um die Reform der Staatsbauverwaltung. So sei Poxleitner als Leiter der Obersten Baubehörde in eine sehr turbulente Zeit gestartet. Es galt, die gesamte Verwaltung erheblich umzuorganisieren und aus 51 Hoch-, Straßen-, und Universitätsbauämtern 22 Staatliche Bauämter zu schaffen. Gleichzeitig wurden 1.000 Stellen abgebaut. "Trotz der Umstrukturierung und des Stellenabbaus hat es unsere Bauverwaltung geschafft, qualitativ stärker zu werden", lobte Herrmann.
Gleichzeitig sei es Poxleitner gelungen, wichtige Zukunftsthemen rechtzeitig in Angriff zu nehmen, so zum Beispiel das Public Private Partnership. Als Bundesweit erstes PPP-Projekt im Straßenbau konnte die A 8 zwischen Augsburg und München ausgebaut werden, im Hochbau wurde die Justizvollzugsanstalt München im Rahmen dieses Modelles gebaut. Herrmann bezeichnete Poxleitner auch als Vorreiter beim energieeffizienten Bauen. Poxleitner habe bundesweit innovative Projekte angestoßen, zum Beispiel den Passivhausstandard für neue staatliche Verwaltungsgebäude. Gleichzeitig pflegte und intensivierte Poxleitner den Austausch mit den berufsständigen Vertretungen und Verbänden der Bauwirtschaft. So habe er sich sehr um das gegenseitige Verständnis und die partnerschaftliche Zusammenarbeit verdient gemacht.
Gleichzeitig begrüßte Herrmann dessen Nachfolger, Herrn Diplom-Ingenieur Helmut Schütz: "Mit Ihnen haben wir wieder einen passionierten Bauingenieur als Leiter der Obersten Baubehörde gewonnen. Mit Ihrer fachlichen Kompetenz, Ihrem Fingerspitzengefühl und Ihrer guten Vernetzung werden Sie die weiteren Zukunftsfelder der Obersten Baubehörde gut bestellen und das Haus auf seinem erfolgreichen Kurs weiterführen."
Helmut Schütz ist Bauingenieur und seit 1982 im Staatsdienst tätig. Nach Stationen im Straßenbauamt München, der Obersten Baubehörde und der Bayerischen Staatskanzlei war er von 2007 bis 2011 Leiter der Autobahndirektion Nordbayern. Im Januar 2012 kehrte Herr Schütz an die Oberste Baubehörde zurück, wo er seit nunmehr zweieinhalb Jahren die Abteilung „Zentrale Angelegenheiten“ leitete.
Zum 1. Juli 2014 wird er als Nachfolger von Ministerialdirektor Poxleitner zum Leiter der Obersten Baubehörde bestellt.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bedankt sich bei sich bei Herrn Poxleitner für die langjährige gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig wünschen wir seinem Nachfolger Herrn Schütz, der lange Jahre Vizepräsident unserer Kammer war, viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Herr Poxleitner wurde am 16. April 1948 in Eichenhofen geboren und studierte nach dem Abitur Bauingenieurwesen an der Technischen Universität München.
Zu Beginn seiner Laufbahn war Herr Poxleitner sechs Jahre als Abteilungsleiter beim Straßenbauamt Augsburg tätig und wechselte 1982 an die Oberste Baubehörde. Im Dezember 1990 wurde er zum Leiter des Straßenbauamtes Weilheim bestellt. Weiter ging es im Juni 1994 mit dem Wechsel zur Regierung von Oberbayern und der Übernahme der Leitung des Sachgebietes „Straßenbau“ für knapp ein Jahr. Im Mai 1995 wurde er erneut an die Oberste Baubehörde versetzt und zum Leiter des Sachgebietes „Gesamtverkehrsplanung“ bestellt. Im Juli 2000 übernahm Herr Poxleitner die Leitung der Abteilung „Straßen- und Brückenbau“ in der Obersten Baubehörde.
Als Krönung seiner Laufbahn berief ihn der Ministerrat schließlich zum 1. Februar 2003 zum Leiter der Obersten Baubehörde. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit fiel ihm als Aufgabe die umfassende Verwaltungsreform zu. Unter seiner Führung verschmolzen 51 Hochbau-, Universitätsbau- und Straßenbauämter zu 22 Staatlichen Bauämtern. Ab 2009 meisterte die Bayerische Staatsbauverwaltung unter der Leitung von Herrn Poxleitner zusätzlich zu den Kernaufgaben die mittlerweile erfolgreich abgeschlossenen Konjunkturpakete. Dabei stieg der Umsatz an Bauleistungen der Staatsbauverwaltung von 2009 bis 2011 von jährlich rund 6 Mrd. Euro auf 9 Mrd. Euro.
Herr Poxleitner hinterlässt eine thematisch, methodisch und organisatorisch bestens ausgerichtete Staatsbauverwaltung. In der Schlussphase seines beruflichen Wirkens war er nach der Landtagswahl 2013 für die Eingliederung der Abteilung Verkehr aus dem Wirtschaftsressort in die Oberste Baubehörde verantwortlich. Mit der Abteilung Verkehr bündelt das Haus die umfassende Kompetenz für den Verkehr auf der Schiene, auf der Straße, auf dem Wasser und in der Luft.
Auch in der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau hat sich Herr Poxleitner viele Jahre berufsständisch engagiert. So war er ab Gründung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau er zwölf Jahre lang deren zweiter Vizepräsident. Er war Vorstand und ist Ehrenmitglied der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Bayern e. V. (VSVI) und er war Vorstand des Deutschen Vergabe- und Vertragsausschusses für Bauleistungen. 2005 wurde Herr Poxleitner für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 2008 wurde ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen.
Herr
Schütz wurde am 21. April 1957 in Augsburg geboren und studierte nach
seinem Abitur in Augsburg an der Technischen Universität München
Bauingenieurwesen. Schütz war als stellvertretender und dann als
Abteilungsleiter beim Straßenbauamt München tätig, bevor 1993 in die
Abteilung „Straßen- und Brückenbau“ der Obersten Baubehörde wechselte.
Anschließend wurde er im Januar 1994 dem Pressereferat des
Innenministeriums zugewiesen und im März 1995 zum stellvertretenden
Pressesprecher bestellt. Von Oktober 1996 bis Juni 2000 war er Referent
für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministerpräsidenten.
Im
Juli 2000 kehrte Herr Schütz in die Oberste Baubehörde im Bayerischen
Staatsministerium des Innern zurück und wurde mit der Leitung des
Sachgebietes „Gesamtverkehrsplanung“ betraut. Im November 2003 übernahm
Herr Schütz die Leitung des Sachgebietes „Straßen- und Brückenbau:
Gebietsreferat Oberbayern, Schwaben“ bei der Obersten Baubehörde.
Anschließend leitete Herr Schütz von September 2007 bis Dezember 2011
die Autobahndirektion Nordbayern. In seiner Amtszeit als Präsident der
Autobahndirektion wurden unter anderem mit der A73 die „Verkehrsprojekte
Deutsche Einheit“ in Bayern sowie die A6 als durchgehende Verbindung
von Nürnberg nach Prag fertig gestellt. Auch die Planfeststellung für
den Ausbau der A3 bei Würzburg-Heidingsfeld konnten unter seiner Führung
erfolgreich abgeschlossen werden.
Im Januar 2012 kehrte Herr Schütz erneut an die Oberste Baubehörde zurück, wo er seit nunmehr zweieinhalb Jahren die Abteilung „Zentrale Angelegenheiten“ leitet. Zum 1. Juli 2014 wurde er vom Ministerrat als Nachfolger von Ministerialdirektor Josef Poxleitner zum Leiter der Obersten Baubehörde bestellt.
Herr Schütz hat sich auch viele Jahre berufsständisch engagiert. So war er 12 Jahre lang Vorstandsmitglied der „Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V.“ und von Ende 2007 bis Mitte 2014 Mitglied der Vertreterversammlung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau sowie im gleichen Zeitraum 1. Vizepräsident der Kammer.
Quellen: STMI, BayIKa-Bau
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