VDI-/IW-Ingenieurmonitor 3. Quartal 2016

Bauboom und robuste Konjunktur sorgen für Vollbeschäftigung

 

Düsseldorf   -  07.11.2016

Die Jobperspektiven für deutsche Ingenieure sind weiterhin gut. Im dritten Quartal 2016 überschritt die monatsdurchschnittliche Zahl der offenen Stellen die Marke von 70.000 – ein Plus von 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Während die Arbeitsmarktnachfrage in den Ingenieurberufen kontinuierlich steigt, sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure erneut. Sie lag im dritten Quartal mit monatsdurchschnittlich 26.800 Personen auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2014. Verglichen mit dem Vorjahresquartal bedeutet das einen Rückgang um fünf Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt. Wie im zweiten Quartal weist erneut die Branche Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten die meisten offenen Stellen auf (25.090). Hohen Ingenieurbedarf meldeten auch die Bereiche Maschinen- und Fahrzeugtechnik (15.610) sowie der Bereich Energie- und Elektrotechnik (14.300). Die steigende Nachfrage bei einer gleichzeitig niedrigen Zahl von Arbeitslosen in den Ingenieurberufen führt dazu, dass die Arbeitslosenquote sich auf einem konstant niedrigen Niveau von zwei Prozent bewegt und somit Vollbeschäftigung herrscht.

Die hohe Nachfrage nach Ingenieuren im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten dürfte zum Großteil auf den anhaltenden Bauboom in Deutschland zurückzuführen sein. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurde der Bau von insgesamt 213.600 Wohnungen genehmigt – ein Zuwachs von gut 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist dies der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Haupttreiber der positiven Konjunktur in der Baubranche sind die anhaltend niedrigen Zinsen sowie die Unterbringungen von Flüchtlingen.

Die positive Entwicklung in den Ingenieurberufen lässt sich bundesweit beobachten. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg stieg in allen Regionen die Engpassrelation. Das heißt, verglichen mit dem Vorjahresquartal waren pro arbeitslos gemeldeter Person mehr offene Stellen zu besetzen. Dieser Wert lag in nahezu allen Bundesländern deutlich über 2:1. Lediglich Sachsen und Berlin/Brandenburg lagen darunter. Dass nach wie vor deutliche regionale Unterschiede existieren, unterstreichen die Enden der Skala der Engpassrelation. Die Engpasskennziffer in Bayern lag mit einem Wert von 411 offenen Stellen zu 100 Arbeitslosen mehr als drei Mal so hoch wie in Berlin/Brandenburg (119), wobei Berlin/Brandenburg verglichen zum Vorjahresquartal den höchsten Anstieg verzeichnete.

Download

Ingenieurmonitor 3. Quartal 2016 (PDF)
https://www.vdi.de/fileadmin/user_upload/Ingenieurmonitor_2016-Q3.pdf

(Quelle: VDI)

 

 

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