Praxisseminar für Ingenieure der Bauwerksprüfung nach DIN 1076

Fortbildungsveranstaltung am 13. und 14. Juni 2013

 

München   -  06.05.2013

Am 13. und 14. Juni 2013 findet in Feuchtwangen der neu entwickelte VFIB-Praxislehrgang „Praxisseminar für Ingenieure der Bauwerksprüfung nach DIN 1076“ statt, den der VFIB, die Ingenieurakademie Bayern und die Bayerische Bauakademie gemeinsam anbieten. Praxisseminar für Ingenieure der Bauwerksprüfung nach DIN 1076

Der Lehrgang richtet sich an Bauwerksprüfer nach DIN 1076 und Ingenieure des konstruktiven Ingenieurbaus aus den Bauverwaltungen und Ingenieurbüros. Die Teilnehmer führen in Kleingruppen zu je zwei Personen an insgesamt 11 Stationen eines Brückenbauwerks schwerpunktmäßige Bauwerksprüfung mit Schadenserfassung durch. Die Kleingruppen werden dabei an jeder Station zu den einzelnen Schwerpunkten von Fachdozenten individuell betreut. Es werden die entsprechenden Prüfverfahren und Prüfgeräte eingesetzt und ein OSA-Abschlussbericht nach dem Leitfaden „Objektbezogene Schadensanalyse“ erstellt.

Neben dem hohen Praxisbezug und dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmer werden auch rechtliche Aspekte einbezogen und speziell auf die Verantwortung und Haftung der Beteiligten bei der Bauwerksprüfung eingegangen.

Das Praxisseminar dient auch als Nachweis der Fortbildung zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer des VFIB-Zertifikats und vermittelt den aktuellen Stand der Vorschriften, Richtlinien und rechtlichen Aspekte.

Erfolgreicher Pilotlehrgang - Ein Lehrgang aus der Praxis für die Praxis

Praxisseminar für Ingenieure der Bauwerksprüfung nach DIN 1076Vom 16. bis 17. April 2013 wurde ein Pilotlehrgang mit von der Obersten Baubehörde entsandten Teilnehmern durchgeführt. Der Lehrgang war sehr erfolgreich und zeichnet sich besonders durch das durchweg praxisorientierte Konzept aus. „Abwechslungs- und lehrreich“ sei die Fortbildung gewesen, sagten mehrere Absolventen. Gelobt wurden von den Teilnehmern des Pilotlehrgangs besonders die großen Praxisanteile der Fortbildung, und die Eingabe in das Programm „SIB-Bauwerke“ sowie die Fachdiskussion unter Kollegen. Auch fortgeschrittene Bauwerksprüfer resümierten, die gemeinsame Beurteilung der Schäden habe neue Anregungen für den Berufsalltag gegeben. 

Der Seminarleiter, Volker Lauterbach (Sachbereichsleiter B42, Bauwerksprüfung, Bauwerksunterhaltung bei der Autobahndirektion Nordbayern) sagt: "Die DIN 1076 gibt vor, dass nur ein sachkundiger Prüfer mit der Bauwerksprüfung betraut werden soll. Sachkunde aber wiederum verlangt Berufspraxis und Erfahrung, also erlerntes Wissen anzuwenden. Hierbei soll der zweitägige Praxislehrgang helfen, weitere Sachkenntnisse zu sammeln, sich auszutauschen und ein erweitertes Blickfeld zu erlangen. Meine Motivation mich in den Lehrgang einzubringen, begründet sich in der Tatsache, dass ich gerne mein Wissen und meine Erfahrungen an Kollegen weitergebe, getreu dem Motto „voneinander und miteinander lernen“, denn auch ich kann von den Teilnehmern und deren Sichtweisen noch eine Menge lernen!"

Praxisseminar für Ingenieure der Bauwerksprüfung nach DIN 1076Die Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen erfolgt nach DIN 1076. Rund 120.000 Brückenbauwerke sind in Deutschland in der Baulast des Bundes, der Länder sowie der Kommunen und müssen in einem stets sicheren Zustand gehalten werden.
Regelmäßige eigenverantwortliche Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 (Einfache Prüfung alle 3 Jahre und Hauptprüfung alle 6 Jahre) durch sachkundige und erfahrende Brückenprüfingenieure geben Aufschlüsse zur Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit der Brückenbauwerke.

Teilnehmerstimmen (Lehrgang 16. und 17. April 2013):

„Als Einsteiger zur Bauwerksprüfung brachte der Lehrgang für mich viele neue und interessante Themen. Das Prüfen am Bauwerk in Gruppen war abwechslungs- und lehrreich.“ (Reinhard Dufter, StBA Traunstein)

„Auch als fortgeschrittener Bauwerksprüfer konnte am Beispiel der Talbrücke Pfeffermühle eine Vielzahl an Schäden begutachtet und bewertet werden. Die anschließende gemeinsame Beurteilung der Schäden gab neue Anregungen für den Berufsalltag.“ (Knut Antes, StBA Traunstein)

„Zum Einen war die am ersten Tag in Zweiergruppen durchgeführte Praxisübung an elf Stationen einer großen Talbrücke (i.Z.d. A7) für mich als Bauwerksprüfer sehr wertvoll. Ebenso waren am zweiten Tag die Eingabe in SIB-BW und die fachlichen Diskussionen sehr interessant.“ (Uwe Rädlein, StBA Schweinfurt)

„Der Praxisworkshop mit anderen Bauwerksprüfern war angenehm und sollte regelmäßig als Fortbildung mehrtägig angeboten werden. Das Schadensbild von AKR war für mich unbekannt und somit ein lehrreiches Seminar.“ (Gerhard Biehler, StBA Rosenheim)

„Sehr interessant zu erfahren, dass im Grunde überall die gleichen Probleme vorzufinden sind. Im Gesamten ist dieses Seminar sehr informativ und sollte jährlich stattfinden. Da es immer schwer ist, Schäden richtig einzuordnen, wären mehr Schadensbeispiele zur Diskussion wünschenswert“ (Antal Gögh, StBA Freising)

„Die Bauwerksprüfung wurde an einem sehr interessanten Bauwerk durchgeführt. Schadenserfassung an ausgewählten Stellen. Für die gemeinsame Schadensbewertung und Erstellung von Prüfberichten sollte mehr Zeit eingeplant werden. Erfahrungsaustausch der BW-Prüfung untereinander ist äußerst wichtig. Das Seminar war insgesamt gut organisiert.“ (Dieter Lautner, StBA Bayreuth)

Anmeldung zum Seminar am 13. und 14. Juni 2013 unter:
alt.bayika.de/akademie
bzw. www.baybauakad.de
(Foto 1: Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Fotos 2, 3: OBB)

 

 

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