Vortrag Jörg Schlaich
Einsturz der Berliner Kongresshalle von 1980
Berlin
- 28.11.2013

Im Sommer sprach Jörg Schlaich am Deutschen Technikmuseum zum Thema “Die Berliner Kongresshalle. Konzept, Realisierung, Einsturz”. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte“, die gemeinsam mit den VDI-Arbeitskreisen „Technikgeschichte“ und „Bautechnik“ sowie dem Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus organisiert wird. momentum präsentiert einen Zusammenschnitt des Vortrages.
Die Berliner Kongresshalle wurde 1956/57 anlässlich der Bauausstellung “Interbau” errichtet und 1958 als Geschenk der Vereinigten Staaten an Berlin übergeben. 22 Jahre später, im Mai 1980, stürzte ein Teil des Außendaches während einer Veranstaltung ein, wordurch ein Mensch ums Leben kam. Das Dach des Auditoriums, in dem sich Kongressteilnehmer befanden, war glücklicherweise nicht betroffen.
Jörg Schlaich beschreibt in seinem Vortrag, wie es zu dem letzendlich realisierten Entwurf kam und wo die Schwachstellen liegen, die zum Einsturz des Daches führten. Dabei kommt zum einen zur Sprache, dass die Forderungen der Architekten “irrsinnig” waren und in einen “verkrampften Entwurf mit kompliziertem Kraftfluss” mündeten. Zum anderen geht Jörg Schlaich auf die konkreten technischen Mängel an bestimmten Details der Konstruktion ein. Während des Vortrags lässt Schlaich immer wieder persönliche Anekdoten z. B. zu seiner ersten Begegnung mit Frei Otto einfließen.
Die Kongresshalle wurde 1987 wieder aufgebaut und beherbergt seitdem das “Haus der Kulturen der Welt”. Bekannt ist das Gebäude auch unter seinem angeblich von den Berlinern benutzten Spitznamen “Schwangere Auster”.
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Weitere Informationen(Quelle Text: Jens Völker, Marco Seyer , Momentum Magazin, Foto: Berliner Kongresshalle 2013, Nicolas Janberg)
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