Rechtzeitige Betriebsnachfolge sichert Arbeitsplätze - Neuer Leitfaden vorgelegt

20.09.2002

Berlin (20.09.02) - Die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) befürchtet durch ungelöste Probleme beim Generationswechsel einen regelrechten Nachfolgestau beim deutschen Mittelstand. Erfahrungsgemäß treffe nicht einmal die Hälfte der rund 70 000 Unternehmen, bei denen in diesem Jahr ein Wechsel im Chefsessel ansteht, rechtzeitig Vorkehrungen für eine Nachfolge.Bei nur noch gut einem Drittel der Betriebe lässt sich nach Beobachtungen der Gründer- und Mittelstandsbank des Bundes die Nachfolge im eigenen Familienkreis lösen. Die anderen würden von Mitarbeitern weitergeführt, verkauft oder stillgelegt. Pro Jahr würden mittlerweile bis zu 5.000 Betriebe den Übergang in die nächste Generation nicht schaffen, bis zu 40.000 Arbeitsplätze gingen dadurch jährlich verloren. Ungelöste Nachfolgeprobleme können nach Einschätzung der DtA zudem zu einer Verteuerung der Kreditkosten führen. Denn die unter dem Namen "Basel II" bekannt gewordenen neuen Eigenkapitalrichtlinien für die Kreditinstitute sähen eine stärkere Berücksichtigung so genannter weicher Faktoren vor. Neben guten Managementqualitäten zum Beispiel auch rechtzeitige Vorkehrungen für die Betriebsnachfolge.

Gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium will die DtA den Weg frei machen für den Generationswechsel im Mittelstand. Ein wichtiger Baustein im Rahmen der "nexxt"-Kampagne ist der neue Leitfaden "Unternehmensnachfolge - Die optimale Planung". Angeboten werden keine Pauschallösungen, sondern jeweils für die individuelle Situation maßgeschneiderte Lösungen - für die Übergabe wie für die Übernahme. Die Broschüre befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsfragen, steuerlichen und rechtlichen, aber auch psychologischen Aspekten. Anhand zahlreicher Checklisten können Übergeber und Existenzgründer die Unternehmensnachfolge Schritt für Schritt planen und umsetzen.

Die 100 Seiten starke Publikation wird zu Beginn der Startmesse in Essen vorliegen. Bestelladresse: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Postfach 300265, 53182 Bonn, Tel.: 01888/615-4171 oder Deutsche Ausgleichsbank, Ludwig-Erhard-Platz 1-3, 53170 Bonn, Tel.: 0228/831-2261.

 

 

[ zurück zur Übersicht ]

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern