Tag der Freien Berufe am 11. Mai 2005 ab 16.00 Uhr in München

03.01.2005

München (03.01.05) - Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2003 führt der Verband Freier Berufe in Bayern auch im Jahr 2005 wieder einen „Tag der Freien Berufe“ durch. Zwei Foren werden hierzu am 11. Mai 2005 ab 16 Uhr im Haus der Bayerischen Wirtschaft angeboten: „Bachelor und Master – bleibt die akademische Bildung auf der Strecke?“ und „Billig-konkurrenz aus dem Ausland? Was bringt die neue EU-Dienstleistungsrichtlinie?“.

In beiden Foren sollen aktuelle Entwicklungen im Bereich der Freien Berufe kritisch hinter-fragt und mit Fachleuten diskutiert werden. In Zusammenhang mit dem sogenannten „Bolog-na-Prozess“ haben die Freien Berufe in Bayern kritisch festgestellt, dass eine Verkürzung der Ausbildungszeiten an der Universität Gefahr läuft, Grundzüge eines akademischen Studiums im Sinne eines umfassenden Bildungsansatzes zu vernachlässigen und die Qualifikation künf-tiger Akademiker in Frage zu stellen (Bildung fördert Selbstverantwortung und Gemein-schaftsorientierung, Erklärung des Verbandes Freier Berufe in Bayern vom Oktober 2004). Kurzstudiengänge dürfen nicht der kleinste gemeinsame Nenner in der Bildungspolitik wer-den. Vielmehr muss die Qualität und nicht die Dauer des akademischen Studiums Maßstab aller Entscheidungen zur Hochschulreform sein.

Im Hinblick auf die im Europäischen Parlament zur Entscheidung anstehende Dienstleis-tungsrichtlinie wird insbesondere die Einführung des Herkunftslandprinzips thematisiert. Vielfach besteht die Sorge, dass damit soziale Standards und Qualifikationsnormen untergra-ben werden. Andererseits ist kaum vorstellbar, dass der Dienstleistungssektor als heute wich-tigster Wirtschaftsfaktor vom Wettbewerb ausgenommen werden kann. Ziel des Richtlinien-vorschlags der Europäischen Kommission ist es, einen Rechtsrahmen zu schaffen, durch den die Hindernisse für die Niederlassungsfreiheit von Dienstleistungserbringern und für den frei-en Dienstleistungsverkehr beseitigt werden. Dazu sollen Rechtsvorschriften harmonisiert und Maßnahmen zur Förderung der Qualität von Dienstleistungen wie die freiwillige Zertifizie-rung, sowie die Ausarbeitung von Qualitätssicherungssystemen gefördert werden. Außerdem sollen Dienstleistungserbringer bei Niederlassung in einem Drittland besser unterstützt wer-den; Ziel ist auch die Ausarbeitung gemeinschaftsweiter Verhaltenskodizes durch die betrof-fenen Interessensgruppen.

Den Schlusspunkt beim Tag der Freien Berufe am 11. Mai 2005 im Haus der Bayerischen Wirtschaft wird um 18 Uhr der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Dr. Otto Wiesheu (CSU), setzen. Sein Thema ist die aktuelle „Lage der Freien Berufe in Bayern“. Die Veranstaltung ist öffentlich. Insbesondere Mitglieder und Angehörige Freier Berufe sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Weitere Informationen erhalten Sie rechtzeitig auf der Web-Site des VFB unter www.freieberufe-bayern.de. Dort können Sie auch einen monatlich erscheinenden Newsletter des Verbandes kostenfrei abonnieren.

www.freieberufe-bayern.de

 

 

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