4. Sitzung der V. Vertreterversammlung in Nürnberg: Kammer blickt auf erfolgreiches Halbjahr zurück

Die Anstrengungen der vergangenen Monate haben sich gelohnt: Bei der 4. Sitzung der V. Vertreterversammlung in Nürnberg konnte Kammerpräsident Dr. Heinrich Schroeter positive Zahlen und Nachrichten verkünden.

 

Nürnberg/München   -  23.04.2009

So haben zwischen November 2008 und März 2009 insgesamt 147 neue Freiwillige und Pflichtmitglieder den Weg unter das Dach der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau gefunden. Auch die Akademie konnte mit sehr guten Zahlen aufwarten. Im Berichtszeitraum haben bisher rund 620 Teilnehmer an den angebotenen Lehrgängen und Kursen teilgenommen. Dank vieler Serviceleistungen sei es der Kammer gelungen die Attraktivität deutlich zu steigern, sagte Schroeter mit Blick auf die Statistik.

 

Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter

 

In seiner Rede ließ der Präsident vor den angereisten Vertretern die Veranstaltungen der vergangenen fünf Monate Revue passieren. So ging er unter anderem auf den 17. Bayerischen Ingenieuretag, mehrere Messeteilnahmen und den Empfang anlässlich des 80. Geburtstag von Altpräsident Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Kling ein.

 

Zu einer sehr gefragten Anlaufstelle bei Fragen rund um das Bauwesen ist inzwischen das Ingenieurreferat geworden. Bis zu 30 Telefonate mit ratsuchenden Anrufern werden täglich gezählt. Einige komplexere Fragen benötigen mehr Zeit. So kommen noch einmal insgesamt 260 schriftliche Antworten im Berichtszeitraum hinzu.

 

Bei den meisten Anfragen dreht es sich laut Schroeter um Fragen zu den Themen Mitgliedschaft, Listeneintragung und Eintragungsvoraussetzungen beziehungsweise Berechtigungen. Auch Fragen zur Bayerischen Bauordnung (BayBO), zur Planersuche, Inlandskooperationen sowie zu den Themen Nachhaltigkeit und Energie wurden häufig gestellt. „Es hat sich herumgesprochen, dass man im Ingenieurreferat gerne, kompetent und schnell beraten wird“, sagte Schroeter. Bemerkenswert: Die Anfragen kamen zu rund einem Viertel von Nichtmitgliedern. Das zeige, dass die Kammer über den Kreis der Mitglieder hinaus als vertrauenswürdige Anlaufstelle und Ansprechpartner wahrgenommen werde.

 

HOAI und BayBO

 

Im Justiziariat war die Neufassung der Ordnung, die infolge des neuen Kammergesetztes notwendig geworden war, eine der Hauptaufgaben. Bestimmendes Thema war allerdings die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Über den aktuellen Stand der geplanten Novellierung gab Kammerpräsident einen kurzen Überblick: Positiv wertete er die geplante Anhebung der Tafelwerte um 10 %. Im Zusammenhang mit dem nun vorliegenden, verbesserten Referentenentwurf, gelte es aber weiterhin zu kämpfen. Denn bisher sei es nicht gelungen, die Abschnitte X-XIII wieder im verbindlichen Teil der HOAI zu halten. Die Beschlussfassung im Bundeskabinett ist nun für den 29. April vorgesehen. Danach muss noch der Bundesrat zustimmen. „Erst wenn diese Hürde geschafft ist, haben wir eine HOAI, die europafest ist.“

 

Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter gratulierte Dipl.-Ing. Bernhard Ott, der am Tag der Sitzung der Vertreterversammlung Geburtstag hatte.

 

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Novellierung der BayBO. Grund dafür ist die EU-Dienstleistungsrichtlinie, an die die Bauordnungen bis Ende dieses Jahres angepasst sein müssen. Schroeter lobte die vorgesehene Regelung im Entwurf, dass Listeneintragungen anderer Länder für die Bauvorlageberechtigung oder für die Nachweisberechtigung ohne weiteren Listeneintrag auch in Bayern gelten. Er sparte dennoch nicht mit Kritik: „Mit unserer Forderung, dass die Bauvorlageberechtigten auch Mitglieder der Kammer sein müssen, um gleiches Recht wie bei den Architekten zu schaffen, sind wir bisher leider auf Unverständnis gestoßen“.

 

Kammer und Mitglieder in Presse und Rundfunk

 

Um in der Öffentlichkeit Gehör zu finden, setzt die Kammer verstärkt auch auf Pressearbeit. Mit 14 Pressemitteilungen konnten mindestens 65 Veröffentlichungen in unterschiedlichen Medien erzielt werden. Kammermitglieder sind laut Schroeter gefragte Interviewpartner, wie das Unglück in Köln zeige. „Während früher bei solchen Anlässen die Medienvertreter sehr oft den TÜV als ersten Ansprechpartner wahrgenommen haben, wird nun zunehmend die Kammer als kompetent angesehen.“

 

Erfreut zeigte sich Schroeter über die steigende Zahl von Studienanfängern im Studienfach Bauingenieurwesen. Im Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/2009 haben mehr als 7.500 Personen ein Erststudium aufgenommen. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 6.400. Das bedeutet eine Steigerung um rund 16 Prozent. „Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels ist dies eine sehr erfreuliche Nachricht“, so Schroeter.

 

Bayerische Ingenieurekammer-Bau: Die Mittagspause wurde für viele Fachgespräche genutzt. Von links: Dipl.-Ing. Helmut Schütz (1. Vizepräsident), Dr.-Ing. Heinrich Schroeter (Präsident), Jan Struck (Bereichsleiter Kommunikation-Marketing-Bildung) und Dr. Werner Weigl (Vorstandsmitglied).

 

Raus aus München

 

Künftig sollen noch mehr Veranstaltungen als bisher außerhalb von München stattfinden. „Wir wollen allen Mitgliedern in Bayern die Gelegenheit zur Weiterbildung geben." In den vergangenen Monaten fanden bereits fünf Veranstaltungen in Feuchtwangen und zwei in Regenstauf statt. In Nordbayern sollen künftig auch in Würzburg Veranstaltungen angeboten werden.

Schroeter lobte die Arbeit des Vorstands, der Ausschüsse und Arbeitskreise sowie die der Geschäftsstelle um Geschäftsführerin Dr. Ulrike Raczek. Das große Engagement sei sicher auch Grund für die zahlreichen Aufnahmen. Insgesamt verzeichnete die Kammer 414. Sie setzen sich zusammensetzen aus Pflichtmitgliedern (62), Freiwilligen Mitgliedern (85), Bauvorlageberechtigten Ingenieuren (85), Nachweisberechtigten Ingenieuren (169) und Prüfsachverständigen (13).

 

Die nächste Sitzung der Vertreterversammlung findet am 26. November 2009 in München statt.

 

 

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