Mit einem Festakt im tschechischen Karlsbad haben die Ingenieurekammern Bayern, Tschechien und Slowakei der Unterzeichnung von Kooperationsverträgen vor 15 Jahren gedacht.
Karlsbad/München - 30.06.2009
1994 kooperierte zunächst der tschechische Verband der Diplom-Bauingenieure mit der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. „Dabei handelte es sich um den ersten Vertrag, den eine Kammer in der Bundesrepublik Deutschland mit einem Osteuropäischen Land vereinbarte“, sagte Prof. Dr.-Ing. e.h. Dipl.-Ing. Karl Kling, der damals Kammerpräsident war. Zusammen mit Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter nahm er für die Bayerische Ingenieurekammer-Bau an der Veranstaltung teil.

Kurze Zeit später unterzeichnete auch der Präsident der Slowakischen Ingenieurekammer Dipl.-Ing. Jan Kysel einen Kooperationsvertrag. „Wir wollten über unsere damals noch nicht offenen Grenzen tragen: die Solidarität der Kammern und Verbände. Wir wollten uns zusammenfinden auf Gegenseitigkeit mit Respekt, Achtung und ethischer Verantwortung für das Gemeinwohl“, sagte Kling. Visionen einer Europäischen Zusammenarbeit sollten vereinbart werden. In der Präambel wurde der europäische Binnenmarkt angesprochen: Die Zusammenarbeit auf freundschaftlicher und kollegialer Basis, Information, Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung, Wissenschaft, Gesetzgebung und fachliche Zusammenarbeit waren Ziele der Kooperation.

Den Europäischen Brückenschlag bezeichnete Kling als Sternstunde: „Wir sind stolz, damals Pfadfinder einer zunächst scheinbar aussichtslosen, historischen Situation gewesen zu sein. Ausgeliefert einer Geschichte verworrener, belasteter Wege, wo allein das Ziel, das Niederreißen der Schlagbäume, die Aussöhnung mit früheren Gegnern, dem Abbau von Grenzkontrollen und der Versöhnung mit der jüngeren Generation sein konnte.“
Lob und Anerkennung erhielten die Wegbereiter auch von der Bundesingenieurekammer: Bundesgeschäftsführer Thomas Noebel bezeichnete Prof. Dr.-Ing. e.h. Dipl.-Ing. Karl Kling, Dipl.-Ing. Svatopluk Zidek, Dipl.-Ing. Vatzlav Mach und Dipl.-Ing. Miroslav Pavlik als Pioniere für die anderen Ingenieurekammern Deutschlands. Sie hätten mit Ihrer frühen Zusammenarbeit den Grundstein für die spätere Europapolitik der Bundeskammer gelegt.
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