Wirtschaftskrise hat Ingenieurunternehmen noch nicht erreicht, aber am Horizont ziehen dunkle Wolken auf
München - 15.07.2009

Mit über 450 Teilnehmern haben so viele Mitglieder wie noch nie an der diesjährigen Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau teilgenommen. Der Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau dankt allen Teilnehmern der Umfrage.
Kurzzusammenfassung
Die
Auswertung der Antworten zeigt auf den ersten Blick: Die Gesamtsituation wird
positiv eingeschätzt, die Wirtschaftskrise hat die Ingenieurunternehmen noch
nicht erreicht. Allerdings beurteilen die Teilnehmer die nahe Zukunft insgesamt
schlechter, als noch vor einem Jahr. Auch im Vergleich zum Vorjahr hat sich die
Situation hinsichtlich der allgemeinen Geschäftslage, des Auftragsvolumen und
der Ertragslage eher verschlechtert als verbessert.
Auf den ersten Blick erscheinen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühjahr 2009 überwiegend positiv. So werden Geschäftslage und Auftragsvolumen von mehr als der Hälfte der Teilnehmer als „gut“ oder „sehr gut“ eingeschätzt. Erst der Vergleich mit der Frühjahrsumfrage 2008 zeigt einen negativen Trend auf. So stieg zum Beispiel die Anzahl der Teilnehmer die angaben, dass die Umsätze ihres Planungsbüros in den vergangenen 12 Monaten gesunken seien um 12,1 Prozent. Ein noch deutlicheres Bild zeigt sich bei der Frage nach dem Auftragsvolumen. Hier wurde „gesunken“ von 17,9 Prozent mehr angekreuzt als noch in der Vorjahresumfrage.
Auch im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung bis Oktober 2009 zeigt sich ein eher negatives Bild. Zwar rechnen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten damit, dass Umsätze, Ertragsvolumen und Auftragsvolumen bis Oktober gleich bleiben werden, die übrigen Befragten erwarten jedoch durchweg eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung.
Download
► Ergebnisse der Konjunkturumfrage - Frühjahr 2009 (PDF, 518 KB, 44 Seiten)
Hintergrund
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ruft ihre Mitglieder regelmäßig zur Teilnahme an Konjunkturumfragen auf. Auf Basis der Ergebnisse kann der Vorstand Schwerpunkte in seiner Arbeit setzen. Als Argumentationsgrundlage dienen die Antworten der Durchsetzung von Berufsinteressen gegenüber Politik und Wirtschaft.
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