Rückblick auf die 5. Sitzung der V. Vertreterversammlung.
München - 26.11.2009

Mit großem Engagement hat die Bayerische Ingenieurekammer-Bau für die Interessen der Ingenieure im Bauwesen gekämpft und den Service für die Mitglieder weiter verbessert. So lassen sich die vergangenen Monate zusammenfassen, über die Präsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter bei der V. Vertreterversammlung in München im vergangenen November Rechenschaft ablegte und einen Überblick gab.
In seiner Rede ging Schroeter unter anderem auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die Arbeit der Ausschüsse und Arbeitskreise sowie der Geschäftsstelle ein. Der Überblick zeigte auch, wie vielfältig die Tätigkeiten und Aufgaben der zahlreichen Mitstreiter sind, die sich für den Berufsstand einsetzen.
Zwar ist die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Monaten erneut um 80 gestiegen dennoch sagte Schroeter: „Wir sollten beunruhigt sein.“ Was ist geschehen? In den vergangenen Jahren ist das Durchschnittsalter der Mitglieder kontinuierlich gestiegen. Im Fokus der Mitgliederwerbung stehen deshalb künftig verstärkt Studenten und Universitäts- sowie Hochschulabsolventen. Auch die 1693 Kollegen, die in der Liste der Bauvorlageberechtigten eingetragen sind, ohne Mitglied zu sein, seien eine Herausforderung, so Schroeter.
Bei der Öffentlichkeitsarbeit stehen im Moment der Bayerische Denkmalpflegepreis 2010 und der 18. Bayerische Ingenieuretag im Mittelpunkt. In den vergangenen Monaten erarbeitete und veröffentlichte die Kammer außerdem nicht weniger als fünf neue Broschüren, zwei neue Flyer und zwei große Sonderveröffentlichungen, die auf große Resonanz stießen. So waren zum Beispiel die Erstauflage der Broschüre „VOF – vergabeverfahren für freiberufliche Ingenieurleistungen“ innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Die Neuauflage wird im Moment überarbeitet.
Bayernweit Veranstaltungen
Schroeter gab ebenfalls einen Überblick über die von der Kammer organisierten Veranstaltungen, die der Fortbildung, aber auch der Geselligkeit dienen. Insgesamt waren es 25: Wer wollte, konnte an interessanten Exkursionen und Workshops. Die sportlichen Kammermitglieder konnten am Münchner Firmenlauf teilnehmen, bei dem die Kammer mit einem eigenen Team gestartet war.
Positive Zahlen konnte auch die Ingenieurakademie Bayern melden. Die angebotenen Veranstaltungen besuchten knapp 1.000 Teilnehmer und damit rund 55 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Laut Schroeter werden auch künftig verstärkt Veranstaltungen außerhalb von München angeboten. Veranstaltungsorte sind neben der Landeshauptstadt Feuchtwangen, Würzburg, Regenstauf, Augsburg und Coburg.
Der Informationsbedarf unter den Ingenieuren ist groß, wie die Zahlen aus dem Ingenieurreferat belegen. Rund 470 Anfragen wurden in den vergangenen Monaten beantwortet. Die meisten Anfragen drehten sich dabei um die Themen Mitgliedschaft, Listeneintragung und Eintragungsvoraussetzungen.
Beim Thema Finanzen sagte Schroeter: „Ein Problem sind und bleiben die Außenstände, also verweigerte Beitragszahlungen und Gebühren. Die wenigen Personen mit Beitragsrückständen stellen nicht einmal ein Prozent unserer Mitglieder dar. Aber sie verursachen einen beträchtliche Arbeitslast im Bereich Finanzen.“
Einen starken Zuspruch verzeichnete auch das Justitiariat der Kammer. So stieg die Anzahl der behandelten Vorgänge von 334 im Jahr 2008 auf 379 im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden 1577 Telefonate geführt. Wichtigste Beratungsfelder waren die Auslegung und Einhaltung der HOAI, das Berufsrecht und Vergaberecht.
Bei der Berufspolitik waren und die Themen HOAI, HOAI-Stundensätze, die PrüfVBau und die Novellierung der BayBO bestimmend. Bei der Neufassung der BayBO konnte die Kammer einen kleinen Erfolg verbuchen, weil bei der Bauvorlageberechtigung wieder der Begriff „Ingenieur“ aufgenommen wurde.
Schroeter dankte allen engagierten Mitkämpfern und versprach im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Einrichtung eines einheitlichen Ansprechpartners ein aufregendes Frühjahr: „In der letzten Version werden die Kammern diese Aufgabe übernehmen, die Gebietskörperschaften können für ihr Gebiet diese Aufgabe ebenfalls übernehmen.
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