Vortrag zum 18. Bayerischen Ingenieuretag 2010.
München - 18.02.2010
Die beeindruckende Rede von von Prof. Dr.–Ing. Drs .h.c. Peter Wilderer, Professor Emeritus of Excellence, Träger des Stockholm Water Prize“ zum 18. Bayerischen Ingenieuretag können Sie hier nachlesen.
Wilderer spannt den Bogen von den Ursachen und Wirkungen der sogenannten Erdkrisen hin zu Lösungsvorschlägen. Geo-Engineering ist das Gebot der Stunde, wobei laut Wilderer der Begriff „engineering“ hierbei für planmäßiges und kontrolliertes Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse steht. Engineering setze sich dabei nicht notwendigerweise in Technologie um. So werde beispielsweise der wissensbasierte Eingriff in das gesellschaftliche Gefüge als „social engineering“ bezeichnet.
Ziel sei es, der Erderwärmung entgegen zu wirken und dabei gehe es um Entwicklung und Anwendung von Technologie in Verantwortung für das Ganze auf Basis physikalischer, chemischer und biologischer Grundlagen im Spannungsfeld zwischen Natur, Wirtschaft und Gesellschaft. Es geht um Maßnahmen, die vier wichtigsten Erdsystem-Krisen, denen wir uns weltweit gegenüber sehen, zu überwinden:
1. Die Krise, die aus Erderwärmung und Klimaänderung resultiert.
2. Die Krise, die durch Wasserknappheit und Knappheit an Lebensmittel ausgelöst wird.
3. Die Krise, die durch den Verlust an Ökosystemen und Biodiversität entsteht.
4. Die Krise, die auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Ungleichgewichte zurückzuführen ist.
Was wir also brauchen, sind Methoden aus den Bereichen der Technik, Wirtschaft und Gesellschaft, die nachhaltig zur gesamtheitlichen Lösung dieser vier Krisen führen. Was wir brauchen, ist ein von Verantwortung getragenes Erdsystem-Engineering.
►Den kompletten Text können Sie hier einsehen
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