Bauingenieure besichtigen Hochwasserschutzprojekt

Der Ausschuss „Umwelt-Verkehr-Wasser“ der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau hat kürzlich das Hochwasserschutzprojekt Obere Iller und die Bundesstraße 19 im Oberallgäu besichtigt.

 

München/Kempten   -  10.03.2010

Das Wasserwirtschaftsamt Kempten lud Vertreter der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau zur Besichtigung des Hochwasserschutz Obere Iller ein (v.l.): Dipl.-Ing. Karlheinz Gärtner, Josef Goldbrunner, Helmut Weis, Karl Schindele und Vorstandsmitglied Dr. Werner Weigl. Foto: Bayerische Ingenieurekammer-Bau / HaukDas Wasserwirtschaftsamt in Kempten hatte die Bauingenieure eingeladen. Der Leitende Baudirektor Karl Schindele, Bauoberrat Helmut Weis und der Behördenleiter des Staatlichen Bauamtes Kempten, Leitender Baudirektor Bruno Fischle, berichteten über die Bauabschnitte des Millionenprojektes. „Der Hochwasserschutz Obere Iller gilt für ganz Bayern als beispielhaft und vorbildlich“, sagte Dr.-Ing. Werner Weigl, Vorstandsmitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Zusammen mit dem Regionalbeauftragten der Kammer für Schwaben, dem Kemptener Ingenieur und Leitenden Baudirektor a.D., Karlheinz Gärtner, bedankte er sich bei den Gastgebern.

Bevor sich die Gruppe vor Ort ein Bild von den umfangreichen Baumaßnahmen machte, traf sie sich im Wasserwirtschaftsamt in der Rottachstraße. In einem Vortrag erläuterten die Gastgeber die Arbeiten: Der Hochwasserschutz an der Iller wurde auf einen einheitlichen hohen Schutzgrad verbessert und die bisher kanalartig ausgebaute Iller in eine reich strukturierte und ökologisch wertvolle Flusslandschaft umgewandelt. Maßgeblich für den Erfolg war die Kreativität und der Einsatz der am Projekt beteiligten Bauingenieure.

Neben dem Hochwasser der Iller hatten die Bewohner jahrzehntelang mit Verkehrsüberlastung zu kämpfen. Die B 19 ist die Hauptschlagader des Automobilverkehrs. Sie verbindet das obere Illertal und die an der Deutschen Alpenstraße gelegenen Seitentäler mit dem Oberzentrum Kempten und dem Rest der Welt. Die alte B 19 quälte sich durch Ortsdurchfahrten und verursachte durch zähfließenden Verkehr unnötige Abgasemissionen. Die Strecke gehörte zudem bis vor wenigen Jahren noch zu den „Top 10“ der unfallträchtigsten Strecken.

Im Seifener Becken konnte durch das Zusammenwirken von Hochwasserschutz und Straßenbau die Eindämmung von Wasserfluten und Verkehrsfluten mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erreicht werden. Die neue 14 Kilometer lange, vierspurige B 19 verläuft abgeschirmt durch Lärmschutzanlagen und durchgehend höhenfrei abseits der Siedlungen.

 

 

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