Nürnberg - 22.04.2010
Eine zielgerichtete Veranstaltung mit positiven Ergebnissen haben die Mitglieder der V. Vertreterversammlung bei der 6. Sitzung am 22. April 2010 in der Meistersingerhalle in Nürnberg erlebt.
In seinem Bericht ließ Präsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter die Arbeit der Kammer in den vergangenen Monaten Revue passieren und konnte mit zahlreichen erfreulichen Fakten und Zahlen aufwarten.
Mitgliederzahlen weiter gesteigert: 1.000 neue Mitglieder in 10 Jahren
Im Unterschied zu fast allen anderen Länderkammern konnte die Bayerische Ingenieurekammer-Bau erneut ihre Mitgliederzahlen steigern. „Das zeigt, dass unsere vielfältigen Anstrengungen zur Mitgliederwerbung greifen“, sagte Schroeter. Seit November 2009 konnte die Kammer 129 neue Mitglieder gewinnen und vertritt nun die Interessen von insgesamt 5761 Ingenieuren aus dem Bauwesen (Stand 6. April 2010). Hauptgrund für den Zuwachs sei die kontinuierliche Erweitertung des Mitgliederservice.
Auch die verstärkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zeigt Wirkung. Als eines von vielen Beispielen nannte Schroeter den 18. Bayerischen Ingenieuretag in der BMW-Welt in München, der mehr als 500 Gäste aus dem In- und Ausland anzog. Die Veranstaltung war ein Höhepunkt des noch jungen Jahres.
In seinem Bericht gab Schroeter auch einen kurzen Überblick über die mehr als 20 Veranstaltungen, die die Kammer in den letzten fünf Monaten auf die Beine gestellt hat. In diesem Zusammenhang dankte er auch ausdrücklich den Regionalbeauftragten für ihren Einsatz. Weiterhin sprach er über die Nachwuchswerbung der Kammer unter den Zielgruppen Schülern und Studenten und gab einen Überblick über die Präsenz der Kammer in Presse und Öffentlichkeit.
Zugriffszahlen der Internetseite stark gestiegen
Die steigende Beliebtheit der Kammerangebote belegen auch die Zugriffszahlen auf die Internetseite. Waren es im März 2009 noch rund 25.000 Besucher, so interessierten sich im März 2010 schon mehr als 48.000 Besucher für die Informationen und Angebote. Mit einem Zuwachs von 94 Prozent entspricht dies also beinahe einer Verdoppelung. Insgesamt hatte die Internetseite der Kammer im letzten Jahr fast eine halbe Million Besucher.
Im Ingenieurreferat nimmt die Information und Beratung der Mitglieder den größten Teil der Arbeit ein. So wurden in den vergangenen fünf Monaten rund 350 Anfragen schriftlich beantwortet, die zahlreichen telefonischen Beratungen täglich nicht mit eingerechnet. Außerdem wurden an drei bayerischen Hochschulen Informationsveranstaltungen für Studenten der Bauingenieurstudiengänge durchgeführt und die Broschüre zum Thema Energie komplett überarbeitet.
Das Rechtsreferat hat ebenfalls als wichtigste Aufgabe die Beratung der Mitglieder. Zentrale Beratungsfelder waren hier die Auslegung und Einhaltung der HOAI, das Berufsrecht, das Vergaberecht und das Baurecht.
Weitere Themen waren unter anderem die Vertragsmuster HIV-KOM des Boorberg-Verlags, die bei der Kammer auf wenig Gegenliebe stoßen. In Gesprächen mit Verlagsvertretern versucht die Kammer nun eine schnelle Änderung herbeizuführen.Ausschüsse, Arbeitskreise und Regionalbeauftragte
Abschließend gab Schroeter einen Überblick über die Arbeit der Arbeitskreise sowie der Regionalbeauftragten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Am nachmittag standen die Berichte der verschiedenen Ausschüsse der Kammer auf dem Programm.
Schroeter dankte den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitgliedern, die in den Ausschüssen und Arbeitskreisen der Kammer tätig sind sowie der Geschäftsführerin Dr. Ulrike Raczek und allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle für ihr Engagement.
Über den Vollzug der Beschlüsse aus der 5. Sitzung der V.
Vertreterversammlung vom 26. November 2009 berichtete Geschäftsführerin
Dr. Ulrike Raczek. Sämtliche Beschlüsse, wie etwa die Veröffentlichung
einer Resolution in Zusammenhang mit der Umsetzung des
Bologna-Prozesses, wurden umgesetzt. Im Folgenden stimmten die Mitglieder der Vertreterversammlung über mehrere neue Anträge ab und fassten entsprechende Beschlüsse.
Änderung der Hauptsatzung - Interessentenliste nun auch für über 30-jährige Studenten offen
Der Vorstand stellte einen Antrag auf Änderung der Hauptsatzung, um auch Studenten in die Interessentenliste der Kammer aufnehmen zu können, die älter als 30 Jahre sind. Anlass der Änderung ist die Tatsache, dass Studenten auf dem zweiten Bildungsweg nicht selten die bisher geltende Altersbeschränkung von 30 Jahren überschreiten. Mit der Änderung können Studenten, die sich für die Interessentenliste und damit die Kammer interessieren, frühzeitig an die Kammer gebunden werden.
Auf eine Altersgrenze wurde deshalb verzichtet, dies gilt sowohl für das höchste Eintrittsalter (30 Jahre) als auch für das späteste Austrittsalter. Die Mitglieder der Vertreterversammlung befürworteten den Antrag.
Einrichtung einer Clearingstelle
Dipl.-Ing.Univ. Stefan Wolfrum beantragte die Berufung eines Arbeitskreises, der gemeinsam mit dem Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und dem Ausschuss HOAI untersucht, ob eine Clearingstelle für Vertrags- und Vergütungsfragen für Ingenieurleistungen eingerichtet werden sollte.
Die Versammlung stimmte dem Antrag in geänderter Form zu und beauftragte den Ausschuss Honorarwesen unter Mitarbeit von Gästen zu untersuchen, inwieweit eine solche Clearingstelle geschaffen werden kann.
Gebührenordnung
Auch die Gebührenordnung wurde geändert. Dies betraf im wesentlichen vor allem redaktionelle Anpassungen, die aufgrund der EU-Dienstleistungsrichtlinie notwendig wurden.
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