Über die Anfänge der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.
München - 01.06.2010
Die 20 Ingenieurverbände im Freistaat beriefen im Jahr 1972 den Arbeitskreis Bayerische Ingenieurkammer. Dieser arbeitete unermüdlich, bis nach jahrzehntelangem Ringen der Landtagsabgeordnete Dipl.-Ing. Karl Kling, MdL am 18. Juli 1989 seine Einbringungsrede zum Gesetzentwurf der CSU im Bayerischen Landtag halten konnte.
In der Folge passierte der Entwurf verschiedene Ausschüsse sowie den (damals noch existierenden) Bayerischen Senat, bis schließlich am 15. Mai 1990 der Bayerische Landtag einstimmig das Gesetz über den Schutz der Berufsbezeichnung Beratender Ingenieur sowie über die Errichtung einer Bayerischen Ingenieurekammer-Bau beschließen konnte. Am 1. Juli 1990 trat das Gesetz in Kraft, die Geburtsstunde der Kammer!
Gründungsausschuss
Die Rechtsaufsicht obliegt dem Bayerischen Staatsministerium des Innern. Aufgrund von Vorschlägen von mehr als 20 Ingenieurverbänden wurde nach einem ausgeklügeltem Proporz der 31-köpfige Gründungsausschuss von der Obersten Baubehörde bestellt und daraus am 25. Juli 1990 der 9-köpfige Vorstand gewählt. Diesem gehörten an: Prof. Dr.-Ing. Günter Scholz (Präsident), Dipl.-Ing. Karl Kling, MdL (1. Vizepräsident), Dipl.-Ing. (FH) Jörg Keßler (2. Vizepräsident), Dipl.-Ing. Johann Bartl, Dipl.-Ing. Helmut Bast, Dipl.-Ing.(FH) Joachim Müller, BauDir. Dipl.-Ing. Josef Poxleitner, Dipl.-Ing. Günter Riepl und Ltd. MinRat Prof. Dipl.-Ing. Josef Scheidler.
Damit war das Ziel endgültig erreicht, ein Organ zu schaffen, das die Belange der in Bayern am Bau tätigen Ingenieure vertritt. Somit hatten 20 Jahre nach Errichtung der Bayerischen Architektenkammer auch die Ingenieure im Bauwesen „ihre Kammer“. Das herausstellende Merkmal und auch der Grund für die langwierige Geburt dieser Kammer war die Aufnahme aller im Bauwesen tätigen Ingenieure, die Beratenden Ingenieure als Pflichtmitglieder und alle anderen als Freiwillige Mitglieder. Eine „Große Kammer“ als Solidargemeinschaft zum Nutzen von Gesellschaft und Ingenieuren.
Der Vorstand trat am 1. August 1990 zu seiner ersten Sitzung an. Darin wurde die Errichtung einer Kammergeschäftsstelle in der Galeriestraße 6a in München beschlossen. Zur vorläufigen Geschäftsstellenleitung wurde Dr. Wolf Hugendubel berufen. Außerdem wurde der Eintragungsausschuss mit 20 Mitgliedern unter Vorsitz von Ltd. Ministerialrat a.D. Josef Kersten und Dr. Herbert Lazik ernannt.
Eine weitere maßgebliche Aufgabe des Gründungsausschusses war die Vorbereitung der Wahlen zur ersten Vertreterversammlung, die erst im darauffolgenden Jahr durchgeführt werden konnte, da vorab noch Änderungen im Ingenieurgesetz vorgenommen werden mussten. Der Gründungsausschuss der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau trat bis zur Konstituierenden Sitzung der 1. Vertreterversammlung am 27. November 1991 sechsmal zusammen. Die ersten Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau erhielten am 22. Januar 2010 die Goldene Ehrennadel als feierliche Anerkennung ihrer Treue.
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Bayerische
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