Rückblick: Parlamentarischer Abend der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

Neue Positionspapiere mit Kammerstandpunkten 2010 vorgestellt.

 

München   -  22.10.2010

Die Abgeordneten des Bayerischen Landtags erwartete ein offener Dialog und reger Gedankenaustausch mit Präsidium, Vorstand und  Regionalbeauftragten der Kammer sowie Entscheidungsträgern und Experten aus dem Bauwesen. Für die Bayerische Ingenieurekammer-Bau als Vertretung der bayerischen Ingenieure aus Bauwesen und Bauwirtschaft, Freien Berufen und öffentlichem Dienst ist es von großer Bedeutung, einen direkten Draht den Abgeordneten des bayerischen Landtags, zu haben und unmittelbar mit ihnen in Kontakt zu treten.

Alle Fraktionen vertreten
Rund 30 Politiker aller im Bayerischen Landtag vertretenenen Fraktionen informierten sich beim Parlamentarischen Abend der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau über die aktuelle Situation, Optimierungsmöglichkeiten und Nöte der im Bauwesen tätigen Ingenieure. Damit die Parlamentarier vom Maximilianeum eine möglichst kurze Anfahrtstrecke haben, hatte die Kammer ins nahe glegene Hotel “Vier Jahreszeiten” eingeladen. Unter den Gästen waren aber nicht nur Landtagsabgeordnete. Auch mehrer Bundestagsabgeordnete suchten das persönliche Gespräch mit den Ingenieuren, darunter auch viele Vertreter der bayerischen Ingenieurverbände.

Überblick über die wirtschaftliche Situation
In seiner Begrüßungrede gab Präsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter zunächst einen Überlick über die wirtschaftliche Situation der im Bauwesen tätigen Ingenieure. Dabei bezog er sich auf die Ergebnisse der Konjunkturumfrage. “Die Gesamtsituation wird positiv eingeschätzt, die Wirtschaftskrise haben die Planungsbüros gut überstanden”, so Schroeter. Trotz der überwiegend positiven Ergebnisse der Umfrage, benannte er auch die negativen Entwicklungen, wie zum Beispiel den sich seit längerer Zeit abzeichnenden Mangel an Ingenieuren. Mit seinem Grußwort gab Schroeter die perfekte Vorlage für die von der Kammer erarbeiteten Positionspapiere zu den Themenschwerpunkten Mangel an Ingenieuren, Infrastruktur und Wirtschaftsrahmen.

Mangel an Ingenieuren
Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Heinrich Hochreither beleuchtete die Hintergründe des Mangels an Ingenieuren. „Menschen bilden bedeutet nicht, ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen“, zitierte er Aristophanes. In den Schulen sollten die technischen Fächer stärker gefördert werden. Er forderte unter anderem den Master als Regelabschluss an den Hochschulen und die Beibehaltung der Gebührenordnung der Freien Berufe. Das sei Voraussetzung für Leistungswettbewerb und Sicherheit.
 
Infrastruktur erhalten
Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Werner Weigl unterstrich in seiner Rede die wichtige Bedeutung der Infrastruktur für die Gesellschaft und künftige Generationen. Aufgrund unzureichender Finanzausstattung der Kommunen drohe die Infrastruktur zu verfallen, warnte Weigl und nannte die Staatsstraßen als Beispiel. Als Erwartungen an die Politik formulierte er unter anderem: Förderung von Investitionen in die Energieeffizienz der kommunalen Infrastruktur und Förderung der energetischen Nachrüstung und Sanierung des Bestandes.

Einen Einblick in das Wirtschaftsumfeld der im Bauwesen tätigen Ingenieure gab Präsident Dr. Schroeter. Er sprach sich deutlich gegen eine Gewerbesteuerpflicht für Freiberufler aus und bat die Abgeordneten um ihre Unterstützung bei der Deregulierung der Zulassung von deutschen Ingenieuren zu Auslandsmärkten.

Die intensiven Gespräche und der rege Gedankenaustausch haben gezeigt, dass diese Veranstaltung für beide Seiten eine erfolgreiche Plattform ist, um sich persönlich kennen zu lernen, wichtige Kontakte zu knüpfen und interessante Themen von Angesicht zu Angesicht oder in kleinen Gruppen zu erörtern.

Positionspapiere 2010
Beim Parlamentarischen Abend wurden drei neue Positionspapiere mit den aktuellen Standpunkten der Kammer vorgestellt. Die Themen der Positionspapiere sind:


Download

Ein gesunder Mittelstand: Die Garantie für die Stabilität des Standorts Bayern! (PDF)

Systemrelevante Infrastruktur: Eine Überlebensfrage für den Standort Bayern! (PDF)

Mangel an Ingenieuren: Gefahr für den Standort Bayern! (PDF)

Alle drei Positionspapiere 2010 in einer PDF

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2010 (PDF)

 

 

 

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