Mitgliederumfrage 2011 - Auswertung und Ergebnisse liegen vor

Kammer erhält von ihren Mitgliedern viel Lob und Anregungen, aber auch konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.

 

München   -  03.05.2011

Mitgliederumfrage 2011Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau vereint die bayerischen Ingenieure aus Bauwesen und Bauwirtschaft, Freien Berufen und öffentlichem Dienst unter ihrem Dach und vertritt deren Anliegen in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Dabei ist die Kammer sehr an den Meinungen, Erwartungen und Wünschen ihrer Mitglieder interessiert.
Aus diesem Grund hat der Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau beschlossen, im Jahr 2011 eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchzuführen.
Ziel war es zu erfahren, wie die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau das Erscheinungsbild und die politischen Aktivitäten ihrer Kammer einschätzen und wie sie die verschiedenen Informations- und Serviceangebote beurteilen und nutzen.

Dienstleister für die Mitglieder

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau versteht sich als Dienstleister für ihre Mitglieder. Wir möchten unseren Mitgliedern ein modernes, passgenaues und vor allem auf ihren konkreten Nutzen ausgerichtetes Informations- und Service-Angebot bieten. Eines der zentralen Ziele der Kammer ist es daher, ihre Informations- und Dienstleistungsangebote konsequent an den Interessen und Wünschen ihrer Mitglieder zu orientieren und den Service für ihre Mitglieder weiter zu verbessern und auszubauen.

Mit der Umfrage wollte die Kammer daher auch die Meinung ihrer Mitgliedern zur Darstellung des Berufsstandes und der Kammer in der Öffentlichkeit, zur Mitgliederzufriedenheit und zu ihren Service- und Dienstleistungsangeboten ermitteln. Außerdem wollten wir den Kammermitgliedern die Möglichkeit geben, Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Neben verschiedenen Multiple-Choice-Fragen wurden deswegen auch mehrere offene Fragen gestellt.

Bei allen Teilnehmern an der Umfrage bedanken wir uns ganz herzlich.

Rund 600 Teilnehmer

Insgesamt haben sich über 600 Teilnehmer an der Mitgliederumfrage beteiligt. Dies entspricht mehr als zehn Prozent der rund 5.800 Kammermitglieder. Es ergibt sich also ein durchaus aussagekräftiges Ergebnis und eine solide Grundlage, um sowohl Rückschlüsse auf die Interessen und Wünsche der Mitglieder als auch die Kammerarbeit insgesamt zu ziehen.

Um Kosten zu sparen und eine zeitnahe Auswertung zu ermöglichen, wurde die Umfrage hauptsächlich online durchgeführt. Die Datenerhebung war vollkommen anonym und wurde nur zu statistischen Zwecken genutzt.

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Mitgliederumfrage 2011 - Ergebnisse (PDF)

Kurzzusammenfassung der Ergebnisse

Allgemeines Erscheinungsbild

Das allgemeine Erscheinungsbild der Kammer wird von der großen Mehrheit der Umfrageteilnehmer als positiv eingeschätzt. Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Befragten beurteilen das Erscheinungsbild der Kammer mit gut und sehr gut. Maximal sechs Prozent sehen Verbesserungsbedarf und lediglich ein Prozent wertet mit „schlecht“. Mit den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme sind rund 80 Prozent der Teilnehmer zufrieden. Zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass ihre Anliegen kompetent und schnell bearbeitet werden. Generell fühlt sich die Mehrheit die Kammermitglieder (71 Prozent) sehr gut oder gut informiert und auch die grafische Gestaltung der von der Kammer herausgegebenen Broschüren und Infomaterialien wird von mehr als zwei Dritteln der Befragten positiv beurteilt.

Informationsangebote

Auch bei der Frage nach den Informationsangeboten der Kammer ergibt sich insgesamt ein positives Bild. Der großen Mehrheit der Befragten sind die zentralen Informationsangebote der Kammer (Internetauftritt, Newsletter, Mitgliederzeitschrift, Broschüren) bekannt und werden auch genutzt. Lediglich die Angebote zur Nachwuchswerbung und zur besseren Darstellung des Berufsstandes haben einen geringeren Bekanntheitsgrad und werden weniger genutzt, zumal sie sich teilweise auch an andere Zielgruppen als die Kammermitglieder wenden.

Serviceangebote

Die Serviceangebote der Kammer sind den meisten Teilnehmern der Umfrage bekannt: 85 Prozent wissen, dass sie sich bei Fragen gerne an die Kammer wenden können und 80 Prozent gaben an, davon auch Gebrauch zu machen. Die Fort- und Weiterbildungsangebote der Ingenieurakademie Bayern kennen gut drei Viertel der Befragten und 82 Prozent davon nutzen diese Angebote auch. Spezielle Angebote wie die kostenfreie Rechts- und Ingenieurberatung, die Fortbildungsanerkennung oder auch die Stellenbörse im Internet sind den Umfrageteilnehmern anteilig weniger bekannt. Insgesamt werden alle Serviceangebote durchweg als sinnvoll angesehen, lediglich ein bis maximal drei Prozent halten einzelne Angebote für unnötig.

Politische Aktivitäten

Die politischen Aktivitäten der Kammer werden durchgehend von mehr als der Hälfte der Teilnehmer (zwischen 52 und 59 Prozent) als sinnvoll eingestuft, nur eine kleine Minderheit von maximal drei Prozent bewertet die politischen Aktivitäten generell als unnötig. Insgesamt werden die politischen Aktivitäten der Kammer wie der Parlamentarische Abend, die Einzelgespräche mit den bayerischen Fraktionsabgeordneten, die Beeinflussung der Gesetzgebung im Sinne der Interessen der Kammermitglieder und des Berufsstandes oder die Herausgabe von Pressemitteilungen zu aktuellen berufspolitischen Themen von der Mehrheit der Befragten eher als erfolgreich denn als nicht erfolgreich eingeschätzt.

Regionalbeauftragte

Die Regionalbeauftragten, die von der Kammer in allen bayerischen Regierungsbezirken berufen wurden, sind bisher erst etwas mehr als der Hälfte der Umfrageteilnehmer bekannt. Lediglich rund ein Drittel der Befragten nutzt die verschiedenen Angebote. Trotz des noch relativ geringen Bekanntheitsgrades werden die Regionalbeauftragten von der großen Mehrheit der Umfrageteilnehmer für sinnvoll und lediglich von knapp drei Prozent als unnötig eingeschätzt.

Informationskanäle

Bei der Frage nach den Informationskanälen, über die die Befragten am liebsten informiert werden möchten, bevorzugt die große Mehrheit von über 80 Prozent die Nachricht per E-Mail. Zwei Drittel der Teilnehmer möchte über die monatlich erscheinende Mitgliederzeitschrift „Ingenieure in Bayern“ informiert werden und jeweils rund 40 Prozent der Befragten über die Internetseite und den monatlichen Newsletter. Die neuen Medien wie RSS-Feed, Facebook, Twitter, MySpace etc. liegen mit ein bis zwei Prozent klar hinter den anderen Informationsmedien.

Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge

Bei den offenen Fragen gingen zahlreiche Anregungen ein. Es wurde viel konstruktive Kritik geäußert, aber auch viel Lob. Diese Bemerkungen bieten eine Fülle von Anregungen, Meinungen und auch Verbesserungsvorschlägen, die in die Arbeit von Vorstand und Geschäftsstelle einfließen werden.

1. Wie beurteilen Sie das allgemeine Erscheinungsbild der Kammer?


Das allgemeine Erscheinungsbild der Kammer wird von der großen Mehrheit der Befragten als sehr gut (21 Prozent) und gut (53 Prozent) beurteilt. 22 Prozent bewerten das Erscheinungsbild als in Ordnung, vier Prozent als verbesserungswürdig und ein Prozent als schlecht.

Auch mit den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme sind die meisten Teilnehmer zufrieden. 80 Prozent der Befragten bewerten diesen Punkt mit sehr gut (33 Prozent) oder gut (47 Prozent) und 18 Prozent als in Ordnung. Nur zwei Prozent sehen hier Verbesserungsbedarf.

Zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass ihre Anliegen kompetent und schnell bearbeitet werden, 28 Prozent gaben an, die Bearbeitung sei in Ordnung. Fünf Prozent finden die Bearbeitung der Anliegen verbesserungswürdig und ein Prozent schlecht.

Generell fühlt sich die Mehrheit die Kammermitglieder sehr gut (21 Prozent) oder gut (50 Prozent) informiert. 22 Prozent sind der Ansicht, es sei so in Ordnung. Sechs Prozent meinen, hier könnte die Kammer besser werden und ein Prozent fühlt sich schlecht informiert.

Auch die grafische Gestaltung der von der Kammer herausgegebenen Broschüren und Informationsmaterialien wird von mehr als zwei Dritteln der Befragten als sehr gut (24 Prozent) oder gut (45 Prozent) angesehen. Ein Viertel der Teilnehmer findet die Gestaltung der Infomaterialien in Ordnung, fünf Prozent sehen Verbesserungsbedarf und ein Prozent beurteilt die Gestaltung als schlecht.

Im Überblick ergibt sich hier eine sehr positive Einschätzung des allgemeinen Erscheinungsbildes der Kammer. Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Befragten beurteilen die Kammer mit gut oder sehr gut. Maximal sechs Prozent sehen Verbesserungsbedarf und lediglich ein Prozent wertet einzelne Punkte als schlecht. Für den Rest ist die Darstellung der Kammer in Ordnung.

Grafik Frage 1: Wie beurteilen Sie das allgemeine Erscheinungsbild der Kammer?

Frage 1: Wie beurteilen Sie das allgemeine Erscheinungsbild der Kammer?

2. Sind Sie mit den Informationsangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?


Durchweg mindestens 80 Prozent der Teilnehmer kennen die zentralen Informationsmedien der Kammer, also den Internetauftritt, den Newsletter, die Mitgliederzeitschrift und die von der Kammer veröffentlichten Broschüren und Flyer. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die große Mehrheit diese Informationsmedien auch nutzt, maximal drei Prozent halten eines dieser Angebote für unnötig.

Den Internetauftritt der Kammer kennen rund vier Fünftel der Befragten und nutzen ihn auch regelmäßig (38 Prozent) oder manchmal (57 Prozent), lediglich sechs Prozent nutzen ihn nicht.

Der Newsletter ist ebenfalls rund 82 Prozent bekannt, 60 Prozent davon nutzen ihn regelmäßig und 33 Prozent gelegentlich. Sieben Prozent nutzen ihn nie und ein Prozent hält ihn für unnötig.
Mit 90 Prozent der Befragten den höchsten Bekanntheitsgrad hat die Mitgliederzeitschrift „Ingenieure in Bayern“, die dem Deutschen IngenieurBlatt beiliegt. 79 Prozent der Befragten lesen sie regelmäßig, 20 Prozent manchmal.

Die Broschüren, Flyer, Arbeitshilfen und Drucksachen der Kammer kennen 80 Prozent der Umfrageteilnehmer. 34 Prozent davon nutzen sie regelmäßig und 55 Prozent gelegentlich. Von 11 Prozent der Befragten werden diese Informationsangebote nicht genutzt, aber lediglich drei Prozent halten sie für unnötig.

Etwas anders stellt sich das Bild bei den Informationsangeboten zur Nachwuchswerbung dar. Dabei handelt es sich um die Info-CD und die dazugehörige Internetseite www.zukunft-ingenieur.de, die die Kammer zur Nachwuchswerbung für den Beruf des Ingenieurs im Bauwesen erstellt hat. Die Angebote der Kammer zur Nachwuchswerbung werden zwar von der Mehrheit der Kammermitglieder nicht genutzt, jedoch halten sie maximal sieben Prozent für unnötig.

Dazu sei an dieser Stelle erwähnt, dass sich die Info-CD mit der dazu gehörigen Internetplattform vor allem direkt an die Zielgruppe der Schüler, Berufsinteressenten und Lehrer richtet. In den vergangenen beiden Jahren wurden 6.000 CDs versendet. Dass doch immerhin beinahe ein Viertel der Mitglieder, die die Info-CD kennen angibt, die CD und die Internetplattform für Schüler und Interessenten selbst zu nutzen ist beachtlich. Das sind diejenigen, die auch damit in die Schulen gehen und den Berufsstand dort vorstellen oder die CD auf Berufsinfomessen verteilen. Hier kann sich die Kammer glücklich schätzen, so engagierte Mitglieder zu haben, denn gerade von ihnen leben der Berufsstand und auch die Kammer.

Die „Kein Ding ohne ING.“-Kampagne zur Werbung für Berufsstand und Ingenieurnachwuchs ist 58 Prozent der Befragten bekannt. Mehr als ein Drittel nutzt die Materialien regelmäßig oder manchmal, 51 Prozent jedoch nie. Zwölf Prozent halten die Kampagne für unnötig.

Insgesamt ergibt sich auch bei der Frage nach den Informationsangeboten der Kammer ein gutes Bild. Die große Mehrheit der Befragten kennt die zentralen Informationsangebote der Kammer und nutzt sie auch. Lediglich die Angebote zur Nachwuchswerbung und zur Werbung für den Berufsstand sind weniger bekannt und werden auch weniger genutzt, zumal sie sich zum Teil auch an andere Zielgruppen als die Kammermitglieder wenden.

Grafik Frage 2: Sind Sie mit den Informationsangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?

Frage 2: Sind Sie mit den Informationsangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?

3.Sind Sie mit den Serviceangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?


Die Serviceangebote der Kammer kennen die meisten Teilnehmer der Umfrage: 85 Prozent ist bekannt, dass sie sich bei Fragen oder Problemen oder für allgemeine Auskünfte an die Kammer wenden können und 80 Prozent geben an, davon auch Gebrauch zu machen.

Die kostenfreie Rechts- und auch die Ingenieurberatung sind den Befragten laut Umfrage jedoch noch recht wenig bekannt. Lediglich 39 Prozent gaben an, die Rechtsberatung zu kennen, bei der Ingenieurberatung waren es 35 Prozent.

Beim Ingenieurreferat und der Ingenieurberatung mag dies auch daran liegen, dass es dieses Angebot erst seit wenigen Jahren gibt. Möglich ist auch, dass diese Bereiche teilweise den Allgemeinen Auskünften zugeordnet werden, da die tatsächliche Zahl der Anfragen in beiden Referaten zeigt, dass die Auskünfte stark nachgefragt werden.

Gut drei Viertel der Befragten kennen die Fort- und Weiterbildungsangebote der Ingenieurakademie Bayern und 82 Prozent davon nutzen die Angebote auch.

Dass bisher gerade einmal gut die Hälfte der Befragten die Zertifizierung der Fortbildung kennt bzw. nutzt ist bedauerlich, da die bayerischen Ingenieure durch das Kammergesetz zur Fortbildung verpflichtet sind. Außerdem bietet das Fortbildungszertifikat Kammermitgliedern die Möglichkeit, sich positiv von Mitbewerbern und Konkurrenten abzuheben, sowohl bei der Bewerbung um Aufträge als auch bei einer Stellenbewerbung.

Hier wir die Kammer wird noch intensiver für die Fortbildungsanerkennung und das Fortbildungszertifikat werben müssen. Das Ziel muss sein, dass alle aktiven Kammermitglieder jedes Jahr ihre Fortbildungsanerkennung bekommen und diese auch auf Briefbogen usw. vorzeigen. Beachtet werden sollte hier jedoch auch, dass es die Möglichkeit zur Fortbildungsanerkennung erst seit etwa zwei Jahren gibt.

Dass die Kammer ihren Mitgliedern eine kostenfreie Stellenbörse im Internet bietet ist nur 39 Prozent der Befragten bekannt, ähnlich verhält es sich mit der ebenso kostenfreien Kooperationsbörse im Intranet der Kammer (29 Prozent). Auch die von der Kammer angebotenen Partner-Rahmen-Verträge mit vergünstigten Konditionen für Mitglieder kennen nur ein Drittel der Teilnehmer. Obwohl nur ein Teil der Umfrageteilnehmer diese Angebote nutzt, sollten sie beibehalten werden, zumal lediglich drei Prozent der Befragten sie für unnötig halten und weil der Aufwand in der Geschäftsstelle dafür sehr gering ist (Nutzeffekt mit geringen Kosten).

Insgesamt werden alle Serviceangebote durchweg als sinnvoll angesehen. Ein bis maximal drei Prozent halten einzelne Angebote für unnötig.

Grafik Frage 3: Sind Sie mit den Serviceangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?

Frage 3: Sind Sie mit den Serviceangeboten der Kammer vertraut? Wie nutzen Sie diese?

4. Wie beurteilen Sie die politischen Aktivitäten der Kammer?


Die politischen Aktivitäten der Kammer werden durchweg von mehr als der Hälfte der Teilnehmer (zwischen 52 und 59 Prozent) als sinnvoll eingestuft, nur eine kleine Minderheit von maximal drei Prozent erachtet die politischen Aktivitäten als unnötig. Ein weniger klares Bild ergibt die Einstufung nach den Kategorien „erfolgreich“, „in Ordnung“ und „wenig erfolgreich“. Hier wird überwiegend die mittlere Einstufung „in Ordnung“ gewählt, meist mit um die 50 Prozent. Dies lässt die beiden Interpretationsmöglichkeiten zu, es sei in Ordnung, dass die Kammer sich politisch für die Interessen ihrer Mitglieder einsetzt, oder auch, es sei in Ordnung, wie die Kammer sich politisch einsetzt. Diese Unklarheit mag auch an der Schwierigkeit für die Befragten liegen, den Erfolg bestimmter Aktivitäten zu messen, lässt sich aber auch als einfache Zustimmung angesehen werden.

Der regelmäßig stattfindende Parlamentarische Abend der Kammer mit den bayerischen Landtagsabgeordneten sowie Vertretern der Kammergremien und Ingenieurverbände im Freistaat wird von 23 Prozent als erfolgreich und von 55 Prozent als in Ordnung eingeschätzt. 22 Prozent schätzen den Parlamentarischen Abend als wenig erfolgreich ein und drei Prozent halten ihn für unnötig.

Die von Präsidium und Vorstand geführten Einzelgespräche mit den bayerischen Fraktionsabgeordneten beurteilen 24 Prozent als erfolgreich und 55 Prozent als in Ordnung. 21 Prozent sind der Ansicht, diese Gespräche seien nicht erfolgreich und zwei Prozent halten sie für unnötig.
Die Herausgabe von Pressemitteilungen zu aktuellen berufspolitischen Themen bewertet über ein Drittel der Umfrageteilnehmer als erfolgreich und 52 Prozent als in Ordnung. 14 Prozent sind der Meinung, die Herausgabe von Pressemitteilungen sei wenig erfolgreich, aber nur ein Prozent hält sie für unnötig.

Die Beeinflussung der Gesetzgebung (BayBO, HOAI) im Sinne der Interessen der Kammermitglieder und des Berufsstands wird von 33 Prozent als erfolgreich und von 38 Prozent als in Ordnung angesehen. 30 Prozent sehen wenig Erfolg, als unnötig wird dieser Punkt jedoch von null Prozent der Teilnehmer beurteilt.

Die Präsenz von Präsidiums- und Vorstandsmitgliedern bei öffentlichen und politischen Veranstaltungen sowie bei den Ingenieurverbänden im Freistaat wird von jeweils mehr als einem Drittel der Umfrageteilnehmer als erfolgreich erachtet, knapp die Hälfte findet sie in Ordnung. Jeweils unter einem Fünftel der Befragten hält dies für wenig erfolgreich und drei Prozent für unnötig.

Insgesamt werden die politischen Aktivitäten der Kammer durchweg von der Mehrheit der Befragten als sinnvoll erachtet und auch eher als erfolgreich denn als nicht erfolgreich eingeschätzt. Lediglich maximal drei Prozent der Teilnehmer halten die politischen Aktivitäten der Kammer generell für unnötig.

Grafik Frage 4: Wie beurteilen Sie die politischen Aktivitäten der Kammer?

Frage 4: Wie beurteilen Sie die politischen Aktivitäten der Kammer?

5. Die Kammer hat in allen bayerischen Regierungsbezirken einen oder mehrere Regionalbeauftragte berufen. Kennen bzw. nutzen Sie die Angebote der Regionalbeauftragten (Exkursionen, Stammtische, Info-Veranstaltungen)?


Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau fördert und unterstützt die regionalen Aktivitäten ihrer Mitglieder vor Ort. Als Ansprechpartner wurden in jedem Regierungsbezirk Regionalbeauftragte berufen. Ihre Aufgabe ist die Kontaktpflege zu allen Partnern am Bau: Mitgliedern, Unternehmen, Auftraggebern, Kommunen, Gebietskörperschaften, Ämter, der Staatlichen Bau- und Vermessungsverwaltung und der Wasserwirtschaft.

Die ersten Regionalbeauftragten wurden vor vier Jahren berufen. Sie organisieren unter anderem Veranstaltungen, die dem kollegialen Austausch aller am Planen und Bauen Beteiligten dienen wie Regionalkonferenzen, lokale Treffen, Workshops, Stammtische, Exkursionen und Informationsveranstaltungen an Schulen und Hochschulen

Rund 55 Prozent der Umfrageteilnehmer sind die Regionalbeauftragten der Kammer in den Bayerischen Regierungsbezirken bekannt. Der Bekanntheitsgrad fällt also noch recht gering aus, lediglich rund ein Drittel der Befragten nutzt die verschiedenen Angebote der Regionalbeauftragten.
Rechnet man dies auf die rund 5.800 Kammermitglieder hoch, so zeigt sich jedoch auch, dass rund ein Sechstel, also etwa 1.000 Kammermitglieder die Angebote der Regionalbeauftragten regelmäßig oder gelegentlich nutzen. Der Blick auf die Teilnehmerzahlen im Jahr 2010 bestätigt dies, dort hatte die Kammer mehr als 500 Teilnehmer bei den verschiedenen Regionalveranstaltungen.

Obwohl die Regionalbeauftragten noch einen relativ geringen Bekanntheitsgrad aufweisen hält sie die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer für sinnvoll und lediglich 2,6 Prozent für unnötig.

Grafik Frage 5: Kennen bzw. nutzen Sie die Angebote der Regionalbeauftragten?

Frage 5: Kennen bzw. nutzen Sie die Angebote der Regionalbeauftragten?

 

6. Wie möchten Sie am liebsten informiert werden?


Bei der Frage, nach den Informationskanälen, über die die Umfrageteilnehmer am liebsten informiert werden möchten, bevorzugte die große Mehrheit von 81 Prozent die Nachricht per E-Mail. Zwei Drittel der Teilnehmer möchten über die monatlich erscheinende gedruckte Mitgliederzeitschrift „Ingenieure in Bayern“ informiert werden, die dem Deutschen IngenieurBlatt beiliegt.

Jeweils rund 40 Prozent der Befragten nennen außerdem die Internetseite und den monatlichen Newsletter. Dieser Anteil liegt aber deutlich hinter der Information per E-Mail (81 Prozent) oder Print-Medium (61 Prozent).

Nur knapp 17 Prozent der Teilnehmer der Umfrage möchten per Brief informiert werden. Diese Ergebnisse bestätigen das Vorgehen der Kammer, die Mitglieder hauptsächlich per E-Mail zu informieren, zumal dies ja auch wesentlich kostengünstiger und schneller ist als die Information über den Postweg.

Auffallend ist, dass die neuen Medien des Net 2.0 wie RSS-Feed, Facebook, Twitter, MySpace etc. mit ein bis zwei Prozent deutlich hinter allen anderen Informationsmedien liegen. Die Gründe hierfür liegen möglicherweise einerseits an der Altersstruktur der Kammermitglieder, aber wohl auch an der Art der Information, zumal sich diese Medien vor allem an die junge Zielgruppe der Schüler und Studenten wenden und oftmals für den direkten und schnellen Austausch von Informationen in kleineren Gruppen oder sozialen Netzwerken verwendet werden.

Die Kammer bedient sich der Kanäle Facebook und YouTube daher vor allem zum Zwecke der Nachwuchsinformation und -werbung und richtet sich mit ihren Angeboten hier weniger an die klassische Zielgruppe der Kammermitglieder. Mit der zunehmenden Entwicklung und Verbreitung dieser Medien und Informationskanäle mag sich die Nachfrage nach Information mittels dieser Medien und Kanäle auch unter den Kammermitgliedern steigern, weswegen sich die Kammer diesen Medien nicht verschließen sollte. Gegenwärtig wird jedoch kein Grund für einen weiteren Ausbau gesehen.

Grafik Frage 6: Wie möchten Sie am liebsten informiert werden?

Frage 6: Wie möchten Sie am liebsten informiert werden?
 

7. Haben Sie Anregungen, Kritik oder Verbesserungsvorschläge?


In der siebten Frage der Mitgliederumfrage sowie bei den Fragen 1 bis 3 hatte die Kammer die Teilnehmer nach Anregungen, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen gefragt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung ohne vorgegebene Antwortkriterien zu äußern.

Hier ging mit über 200 Antworten eine Fülle an Anregungen ein. Es wurde konstruktive Kritik geäußert, aber auch sehr viel Lob. Die Kammer wird alle Bemerkungen genau auswerten. Für den Vorstand der nächsten Wahlperiode ist hier eine Fülle von Anregungen und Meinungen, die in die Arbeit von Vorstand und Geschäftsstelle einfließen werden.

Hier eine kleine Auswahl:


 

 

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