Wettbewerb setzt wichtige Zeichen für die nachhaltige Entwicklung Bayerns
München - 09.02.2012

Der Ideenwettbewerb „Entwurf einer Straßenbrücke nach ganzheitlichen Kriterien“ war der jüngste Schritt im Bestreben der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, die ganzheitliche Planung der Verkehrsinfrastruktur einschließlich der zugehörigen Ingenieurbauwerke aktiv zu fördern. Ausgangspunkt des Wettbewerbs war eine in Planung befindliche Brücke auf der B15neu.
Der Ideenwettbewerb gab wichtige Anregungen für die zukünftige Entwicklung der Planungsgrundsätze im Brückenbau, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. Erstmals wurden ganzheitliche Wertungskriterien in die Beurteilung von Planungsvarianten einbezogen. Die eingereichten, innovativen Beiträge können wegweisend für künftige Bauvorhaben sein. Jetzt ist die Dokumentation des Ideenwettbewerbs erschienen (Verlagsgruppe Wiederspahn).
Wettbewerbsgegenstand war die in Planung befindliche Isarbrücke der Autobahndirektion Südbayern mit 395m Bauwerkslänge auf der B15neu zwischen Essenbach und Geisenhausen. Die besondere Herausforderung bestand darin, den Bau einer Straßenbrücke in einem FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) zu planen. Nachhaltigkeit war gefragt und wurde von der Jury nach einem speziell für diesen Ideenwettbewerb entwickelten Bewertungsschema beurteilt.
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hob hervor, dass die Nachhaltigkeit ein wichtiges baupolitisches Ziel sei und lobte das Engagement der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.
Derzeit würden Verfahren der Nachhaltigkeitsbewertung für Bauwerke der Straßeninfrastruktur entwickelt und ganzheitliche Wertungskriterien in Pilotstudien getestet.
Im Hinblick auf den Freistaat stellte Staatsminister Dr. Markus Söder fest, dass der Ideenwettbewerb wichtige Zeichen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung Bayerns gesetzt habe.

Die eingereichten Brückenentwürfe stünden für ein neues Denken, das über Statik, Verkehrsbelastung und Fahrbahnbreiten hinausreiche und die Ganzheitlichkeit des Bauwerks im Blick hätte, sagte Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Nur so könne die Energiewende gelingen.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat gemeinsam mit der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern den Ideenwettbewerb durchgeführt. Aufgrund des herausragenden, innovativen Ansatzes der Ausschreibung unterstützten das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und die Landesgewerbeanstalt Bayern den Wettbewerb. Wissenschaftliche Begleitung erfolgte über den Lehrstuhl für Massivbau der TU München.
Die 48-seitige Dokumentation ist bei der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau erhältlich und steht kostenfrei zum Download zur Verfügung:
► Download (PDF)
► alt.bayika.de/ideenwettbewerb
Fotos (von oben): Bayerische Ingenieurekammer-Bau/Verlagsgruppe Wiederspahn, Frank Ossenbrink/Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, Eero Winkler
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