Bayerische Ingenieurekammer-Bau veröffentlicht neue Broschüre zum Thema "Öffentliches Bauen – Bauen für alle?!"
München - 14.06.2012
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat eine neue Broschüre mit den Vorträgen zum 20. Bayerischen Ingenieuretag am 20.01.2012 veröffentlicht. Darin gibt der Zukunftsforscher Lars Thomsen einen Ausblick auf das "Ingenieurwesen 2022". Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner berichtet über das Spannungsfeld Verkehrs- und Städtebauprojekte
am Beispiel Frankfurter Flughafenausbau und Stuttgart 21 und Dipl.-Ing.
Judith Engel MBA zeigt am Beispiel des Hauptbahnhof Wien, wie es
gelingen kann, Bauen und Bürgerbeteiligung in Einklang zu bringen. (Foto: ÖBB, Stadt Wien)
Die Broschüre ist kostenfrei zum Download und in gedruckter Form erhältlich.
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Lars Thomsen, Gründer
und Chief Futurist der future matters AG, wagt einen Ausblick auf das
Ingenieurwesen im Jahr 2022. „Wir befinden uns jetzt in einem rasenden
Stillstand“, so Thomsen. Die Zeit zum Denken würde immer weniger. Dies
müsse sich wieder ändern.
Mit dem Blick auf die Energiewende fordert Thomsen einen bedachteren Umgang mit unseren Ressourcen und appelliert eindringlich: „Wenn es nicht die deutsche Ingenieurkunst ist, die das schaffen kann, was dann? Ingenieure sind Aufklärer! Sie müssen sich aktiv in die Diskussion einbringen“.
Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner,
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt,
berichtet von den Spannungen, denen aktuelle Verkehrs- und
Städtebauprojekte zunehmend ausgesetzt sind. Beim Ausbau des Frankfurter
Flughafens gab es eine frühzeitige und dauerhafte Mediation, die sehr
erfolgreich verlief und die Planungszeit eher verkürzte als verlängerte.
Bei Stuttgart 21 hingegen sei der Dialog viel zu spät gesucht worden,
was einer der Gründe für den massiven Streit um das Projekt sei.
Wie es gelingen kann, Großprojekte und Bürgerbeteiligung in Einklang zu bringen, zeigt Dipl.-Ing. Judith Engel MBA
anschaulich am Beispiel des Wiener Hauptbahnhofs, dessen Bau sie als
Projektleiterin verantwortet. Das Prinzip der „Information aus erster
Hand“, also die Tatsache, dass die Projektleiter selbst den Dialog mit
den Bürgern führten, wurde sehr wohlwollend angenommen. Zudem steht rund
um die Uhr ein Ombudsmann als Ansprechpartner zur Verfügung. Der große
Aufwand in der vorlaufenden und projektbegleitenden Kommunikation habe
letztlich dazu geführt, dass im Genehmigungsverfahren selbst nur wenige
Einwände bzw. Stellungnahmen erfolgten.
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