Prof. Dr. Michael Pötzl verstorben

Beileidsbekundung von Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter

 

München   -  16.06.2016


Mit großer Bestürzung habe ich erfahren, dass der Prasident der Hochschule Coburg, Prof. Dr.-lng. Michael Pötzl, am 9. Juni plötzlich verstorben ist.

Sein Tod ist ein großer Verlust für unseren Berufsstand. Es gibt wenige Ingenieure, die wie er Ideenreichtum im Beruf mit gesellschaftlichem Engagement und Kreativitat auf der politischen Bühne gezeigt haben.

Er ist mir zuerst aufgefallen durch seine Arbeiten über integrale Brücken. Eine neue und wichtige Entwicklung im Brückenbau, an der er ideenreich im Büro Schlaich-Bergermann mitarbeitete.
Persönlich kennengelernt habe ich ihn als Kollegen bei der Vereinigung der Prüfingenieure. Da war er schon Professor in Coburg. Ich fand es einen Glücksfall für die Studenten, so einen vor Ideen sprühenden, engagierten jungen Professor zu haben. Da wunderte es mich auch nicht, dass er sehr schnell den Weg in die Hochschulleitung fand und dann auch zum Präsidenten gewählt wurde.
Mit seinem Ideenreichtum und seiner Tatkraft hat er den Hochschulstandort Coburg geprägt, der Hochschule einen ganz besonderen Ruf erworben und kräftig am Netzwerk der Bildung in
Oberfranken gewirkt.

Als Präsident der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau bin ich besonders dankbar, dass er bei all seinen Aktivitäten auch noch Zeit fand, sich für die Belange des Berufsstandes einzusetzen. Als die Kammer nach Verbindungsgliedern zu den Hochschulen suchte, war er spontan bereit, vorerst selbst das Amt eines Hochschulbeauftragten der Kammer zu übernehmen. Er stand der Kammer immer zur Verfügung, wenn es um Fragen der Bildung ging. Sei es als Diskutant in der Vertreterversammlung oder als Referent bei unseren gemeinsamen Tagungen mit der Politischen Akademie in Tutzing.

Gerade wegen seiner Fähigkeiten auf dem politischen Parkett, verbunden mit großer Kompetenz als konstruktiver Ingenieur hat die Kammer ihn zur Berufung in den Baukunstbeirat der Bayerischen Staatsregierung vorgeschlagen. Erst vor wenigen Tagen haben wir ein Gespräch geführt, weil er die Mitglieder der Kammer über diese wichtige Tätigkeit informieren wollte.

Er verstand es, mit großer Klarheit und intellektueller Redlichkeit, auch visionäre Positionen darzustellen und zu vertreten. Als Gesprächspartner war er immer offen und aufmerksam. Ein schwerer Verlust für die Bayerische Hochschulpolitik, für den Berufsstand der Bauingenieure, vor allem aber für seine Familie. Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen.

Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

Gedenkfeier

Die Hochschule Coburg verabschiedet sich am Dienstag, 28. Juni 2016, 11:00 Uhr, in einer offiziellen Gedenkfeier in der Brose-Aula am Campus Friedrich Streib von ihrem Präsidenten.

Außerdem liegt vor der Gedenkfeier am Eingang der Brose-Aula ein Kondolenzbuch aus, in das Sie sich eintragen können.

Falls Sie in Erwägung ziehen, zur Beerdigung einen Kranz oder ein Blumenbouquet abzulegen, möchten wir Sie auf folgendes hinweisen:

Die Familie würde sich statt dessen über eine Spende freuen für den „Notfonds für Studierende“ beim Hochschulverein Coburg e.V., IBAN DE87 7834 0091 0855 7506 00, Commerzbank AG

 

 

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