Grundstein gelegt: Informations- und Fortbildungszentrum für Dachsanierung

10.08.2005

Der enorme Anteil an Altbausubstanz an der Gesamtmasse der Bauobjekte in Deutschland lässt Sanierungen in größerem Umfang erwarten. Besonders der Ausbau des Dachraumes gewinnt an Attraktivität, da der dazu gewonnene Wohnraum meistens eine erhebliche Wohnwertsteigerung für die Bauherren bedeutet. In Holzkirchen entsteht im kommenden Jahr ein Forschungs- und Fortbildungszentrum für umweltgerechte Dachsanierung. In der Einrichtung sollen künftig neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, mit welchen Methoden Dächer noch effektiver renoviert werden können, um nach der Sanierung möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Unter dem Motto "sehen, verstehen und erfolgreich anwenden", sollen sich Handwerker aus Zimmerer- und Holzbaubetrieben im Arbeitsbereich Dachsanierung fortbilden können. Detailprobleme werden mit den entsprechenden fachlichen Lösungen anschaulich erklärt und aufgezeigt. Für die Realisation des Projekts haben sich die bayerische Gesellschaft zur Förderung des Zimmerer- und Holzbaugewerbes (GFZH) und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik zusammengeschlossen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat für dieses Vorhaben För-dergelder zur Verfügung gestellt.

In Bayern gibt es fast vier Millionen Altbauten, von denen die meisten nach der Energieeinsparverordnung in den kommenden Jahren saniert werden müssen", so GFZH-Geschäftsführer Wolfgang Strauß. Deshalb nehme die Bedeutung von Forschung und technischer Entwicklung von Energiesparmethoden, speziell auch im Bereich Dachsanierung, immer mehr zu. Weil auf diesem bauphysikalischen Gebiet noch vieles unerforscht sei, sei es höchste Zeit, ein solches Forschungszentrum einzurichten, betont Strauß.

Das "Demonstrationszentrum für umweltgerechte Dachsanierung" soll im oberbayerischen Holzkirchen südlich von München eingerichtet werden. Dort steht dafür ein gut erhaltener Altbau zur Verfügung, dessen Dachgeschoss bisher weder ausgebaut noch gedämmt ist. "Das ist ideal, um bauphysikalische Messungen durchzuführen und die Effektivität verschiedener alter und neu entwickelter Dämmungsmethoden nebeneinander zu vergleichen", sagte Strauß. Außerdem liege der Standort sehr verkehrsgünstig im Münchner Einzugsgebiet und gleichzeitig nahe der FH Rosenheim mit ihrem Fachbereich Holztechnik.

Mit dem Ausbau des Gebäudes soll Anfang 2006 begonnen werden; die Eröffnung ist für Januar 2007 geplant. Mehrere Unternehmen aus der Bau- und Dämmstoffbranche, die sich zum "Qualitätsverbund DachKomplett" zusammengeschlossen haben, haben als Partner ihre Unterstützung für das Projekt zugesichert.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik

 

 

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