Deutsche Wasserwirtschaft positioniert sich im internationalen Wettbwerb
Berlin - 17.12.2007
Unter dem Namen "German Water Partnership" werden sich Unternehmen und Verbände der deutschen Wasserwirtschaft künftig gemeinsam im internationalen Wettbewerb präsentieren. Das ist das Ergebnis eines Strategiedialogs, zu dem die Staatssekretäre Matthias Machnig (BMU) und Prof. Frieder Meyer-Krahmer (BMBF) eingeladen hatten. Rund 80 Spitzenvertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden, von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Vertreter verschiedener Ministerien wurden zum Thema einer stärkeren internationalen Positionierung der deutschen Wasserwirtschaft gefragt.
Nach Aussage des Umwelt-Staatsekretärs Machnig solle die German Water Partnership zur zentralen Anlauf- und Kontaktstelle für Anfragen aus dem Ausland werden und gleichzeitig die Kooperation zwischen deutschen Unternehmen untereinander sowie mit den einschlägigen Forschungseinrichtungen und den Bundesministerien bei der Erschließung von Zielmärkten fördern. Auch sollen verstärkt Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen in die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern beim Ausbau der Wasser- und Sanitärversorgung und dem Aufbau funktionierender Bewirtschaftungsstrukturen eingebunden werden.
Die zahlreichen Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft begrüßten die Initiative . Die breite Unterstützung durch die Bundesministerien biete jetzt die einmalige Chance, die Stärken der deutschen Wasserwirtschaft und Wasserforschung zu bündeln und damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Bis Mai 2008 sollen die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit German Water Partnership mit dem Auftritt auf der Fachmesse IFAT 2008 funktionsfähig ist.
Der Wassersektor ist ein internationaler Zukunftsmarkt: Experten beziffern den globalen Umsatz der Wasserver- und Abwasserentsorgung auf derzeit 250 Milliarden Euro - er soll sich im kommenden Jahrzehnt auf rund 500 Milliarden Euro verdoppeln. Im Ausfuhrsortiment des Exportweltmeisters Deutschland liegen nach OECD-Angaben (2003) Wassertechnologien hinter der Mess-, Steuer- und Regeltechnik knapp auf Platz 2. Dies bedeutet einen Welthandelsanteil bei den Komponenten für die Wasser- und Abwassertechnik für Deutschland von rund 16,5 Prozent und Platz 2 hinter Weltmarktführer USA.
Der Investitionsbedarf für eine ordnungsgemäße Wasserversorgung und Abwasserentsorgung etwa in Osteuropa, in den Schwellenländern Asiens und nicht zuletzt in den Entwicklungsländern ist enorm. Die Diskussion um den Klimawandel hat die Bedeutung effizienter Lösungen für die Nutzung knapper werdenden Wasserressourcen zusätzlich unterstrichen. Dabei geht es nicht nur um innovative Technik, sondern um ganzheitliche Lösungen.
Quelle: BMBF
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