Rückblick: Zertifizierung zum Sachkundigen Planer im Bereich Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken

Reges Interesse und große Nachfrage herrschte bei der „Zertifizierung zum Sachkundigen Planer im Bereich Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken“. Der Lehrgang wurde im März dieses Jahres erstmals in der Ingenieurakademie Bayern in München als Blockwoche durchgeführt. Insgesamt 25 Personen nahmen an der Prüfung teil.

 

München   -  07.04.2009

Veranstaltet wurde die Fortbildung zusammen mit dem Bau-Überwachungsverein (BÜV) sowie der Zertifizierstelle des Deutschen Instituts für Prüfung und Überwachung. Ihr Wissen gaben namhafte Referenten aus Ingenieurbüros, vom Bundesamt für Staßenwesen, aus der Wirtschaft und von Universitäten weiter. Krönender Abschluss war eine Prüfung, bei der alle Teilnehmer eine schriftliche Aufgabe lösen mussten. Dabei handelte es sich um einen Fall aus der Praxis. Im Anschluss nahmen die Teilnehmer in Gruppen von 4 bis 5 Personen an einem Gespräch mit der Prüfungskommission teil. Dabei wurden auf die schriftliche Aufgabe eingegangen und zu darüber hinausgehenden Themen Fragen gestellt. Nach bestandener Prüfung erhielt jeder Teilnehmer eine Bestätigung über die erfolgreiche Lehrgangsteilnahme.

 

Gruppenfoto

 

In der Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) 10/2001 wird die Planung, Durchführung und Überwachung von Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen für Bauwerke und Bauteile aus Beton und Stahlbeton geregelt. Diese Richtlinie führt den Begriff des Sachkundigen Planers ein, der Betonbauteile beurteilt und deren Schutz und Instandsetzung plant und überwacht. Die Richtlinie fordert, dass die untersuchenden und planenden Tätigkeiten bei der Betoninstandsetzung nur von sachkundigen Planern durchgeführt werden dürfen. Da über die Qualifikation des Sachkundigen Planers in der DAfStb-Richtlinie keine Angaben gemacht werden, hat sich der Arbeitskreis „Bauwerkserhaltung, -überwachung und –instandsetzung“ des Bau-Überwachungsvereins zur Aufgabe gemacht, hier Maßstäbe zu setzen und Planer auszubilden, die hohen Qualifikationsanforderungen genügen.

Ausbildungsinhalte des gefragten Lehrgangs waren: Regelwerke und Normen, Zustandsaufnahme von Betonbauwerken, Instandsetzungskonzepte, Ausführungsplanung von Instandsetzungen, Besonderheiten und Überwachung der Ausführung. Von den Teilnehmern wird einiges abverlangt, deshalb gibt es auch Anforderungen, die zu erfüllen sind: Studium an einer Fachhochschule, Technischen Hochschule oder Universität, Diplom, Bachelor, Master oder ein gleichwertiger Abschluss einer ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung. Nachzuweisen sind außerdem fünf Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Planung von Betoninstandsetzungen, Bauleitung in der Betoninstandsetzung, Durchführung von Betoninstandsetzung oder Überwachung von Betoninstandsetzung. Außerdem ist die fachliche Unabhängigkeit von zum Beispiel Lieferinteressen nachzuweisen.

 

Die Kandidaten, die darüber hinaus die Anforderungen zur Zertifizierung erfüllen bekommen die Möglichkeit der Zertifizierung angeboten. Wenn der Kandidat die Zertifizierung wünscht, bekommt er nach formaler Prüfung durch den Zertifizierungsausschuss das QM-Handbuch und einen Sachverständigen-Stempel mit persönlicher Nummer ausgehändigt. Ebenso willigt er damit ein, sich den regelmäßigen Audits zu unterwerfen. Für alle zertifizierten Sachverständigen wird vom BÜV eine regelmäßige Fortbildungsveranstaltung angeboten.

 

Da der Lehrgang seht stark nachgefragt wird und erfahrungsgemäß schon früh ausgebucht ist, empfehlen wir den Interessierten für den nächsten Lehrgang im Herbst/Frühjahr, sich rechtzeitig beim BÜV zu melden. Der BÜV überprüft die Zulassungsvoraussetzungen und setzt sich dann mit den Interessenten in Verbindung.

 

DPÜ e.V. / BÜV e.V.

Kurfürstenstraße 129

10785 Berlin

Tel.: 030-3198914-0

Fax: 030 – 3198 914 – 19

Internet: www.buev-ev.de

 

 

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