Erfahrungen aus dem Seminar "Betriebswirtschaft kompakt" der Ingenieurakademie Bayern, 8.-9. Mai 2009
München - 28.05.2009

Die spannende Frage, warum manche Planungsbüros erfolgreich sind und andere nicht, hat die Teilnehmer des Seminars "Betriebswirtschaft kompakt" der Ingenieurakademie Bayern zwei Tage lang intensiv beschäftigt.
Das Ergebnis:
Viele Planungsbüros haben keine klare Strategie, kennen ihre Kunden und Konkurrenten zu wenig und wissen nicht (gut genug), wie die eigenen Kosten und Erlös zustande kommen und machen sich auch nicht ausreichend Gedanken darüber, wie sie ihre wichtigste Ressource (ihre Mitarbeiter) an sich binden könne. Umgekehrt sind genau dies die wesentlichen Erfolgsfaktoren der anderen.
In der heutigen Zeit reicht
es nicht mehr aus, über ein herausragendes Fachwissen zu verfügen und
dieses kompetent an den Mann zu bringen. Vielmehr ist auch die Kenntnis
von betriebswirtschaftlichen Prozessen und Funktionsweisen gefragt,
denn sie bilden das Fundament für die Wirtschaftlichkeit und damit die
finanzielle Stabilität eines Unternehmens.
Die Rechnung ist einfach:
Ist man in der Lage, die Leistung des eigenen Büros in
betriebswirtschaftliche Kennzahlen umzurechnen, so schafft man sich
eine Grundlage, auf der man mit anderen Unternehmen der gleichen
Branche vergleichbar wird – und kann daraus eigene Stärken und
Schwächen leichter und gezielter ablesen. Mit diesem Wissen können dann
geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit diese entweder gefördert
oder eben auch bekämpft werden können. Eben diese Notwendigkeit der
(betriebs-)wirtschaftsorientierten Leitung eines Planungsbüros
bewusster zu machen war das zentrale Tham von Dr. Dietmar Goldammer, dem Referenten des Seminars.
"Aufträge haben wir noch genug, aber es bleibt nichts mehr dabei über", so ein Inhaber eines Planungsbüros. Es reicht also nicht mehr, nur technisch gut zu sein, d.h. reines Ingenieurwissen umzusetzen. Der Wandel ist überall. Ohne ein Mindestmaß an betrieblichem Verständnis, ohne Vor- und Nachkalkulation der Projekte, ohne rechtzeitiges Erkennen von negativen Entwicklungen kann man heute kein Planungsbüro mehr führen.
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