Initiative JOBLINGE feiert Vermittlungserfolge

Chancen für arbeitslose Jugendliche schaffen – mit diesem Ziel haben die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) und die Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG die gemeinsame Initiative JOBLINGE ins Leben gerufen, die geringqualifizierte Schulabgänger auf ihren Einstieg in die Arbeitswelt vorbereitet.

 

München   -  08.03.2010

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung der Joblinge gAG München feiert der Standort jetzt erste Erfolge: Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer, die das Programm bislang in München durchlaufen haben, konnten bereits in Ausbildung oder Anstellung vermittelt werden. „Das ist ein überragender Erfolg – für die Jugendlichen, die JOBLINGE-Mitarbeiter und -Partnerunternehmen vor Ort und natürlich auch für die Initiative und ihr Konzept“, sagt Dr. Christian Veith, BCG-Deutschland-Chef. München, der zweite Pilotstandort der Initiative, folgt damit dem Beispiel der Joblinge gAG Zwiesel im Bayerischen Wald, die bereits vor einem Jahr eröffnet und aufgrund vergleichbarer Vermittlungsquoten Anfang Oktober 2009 um den Landkreis Deggendorf erweitert wurde.

Praxistest: Joblinge beweisen sich im Unternehmensalltag Bevor die Jugendlichen in Unternehmen vermittelt wurden, haben sie das mehrmonatige JOBLINGE-Qualifizierungsprogramm absolviert, das jeden Teilnehmer auf seinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz individuell vorbereitet. In praktischen Projektarbeiten sowie Einzel- und Gruppentrainings lernen die jungen Erwachsenen ihre Stärken und Schwächen kennen und trainieren wichtige Job- und Sozialkompetenzen. Dank der Unterstützung zahlreicher Unternehmen vor Ort, wie der BMW AG oder auch des Münchner Traditionsunternehmens Loden-Frey, haben sie anschließend die Möglichkeit, in Praktika erste Arbeitserfahrung zu sammeln und sich in der Praxis zu beweisen. „Unsere Zielgruppe kann sich im normalen Bewerbungsprozess nicht behaupten: Aufgrund ihrer Zeugnisse werden diese jungen Leute erst gar nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen; viele haben die Hoffnung auf eine Chance längst aufgegeben“, erklärt Carl-August Graf von Kospoth, geschäftsführender Vorstand der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG.

Bei JOBLINGE können Jugendliche ihre Motivation und Einsatzbereitschaft dagegen in der Praxis unter Beweis stellen und sich ihren Arbeits- oder Ausbildungsplatz selbst erarbeiten. „Als ich bei JOBLINGE angefangen habe, war ich skeptisch, ob mir das alles etwas bringt, ob sich der Aufwand lohnt oder ich nicht einfach nur meine Zeit absitze“, erinnert sich die 18-jährige Melanie. „Aber ich hatte schnell das Gefühl, dass man mich ernst nimmt. JOBLINGE hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben; ich habe gelernt, dass ich etwas kann und eine echte Chance habe, wenn ich mich anstrenge.“ Die ehemalige Teilnehmerin macht seit dem 1. September eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten bei der Münchner Kanzlei Dr. Mohren & Partner.

Erfolgsfaktor „lokales Engagement“ – nächster Standort Berlin Voraussetzung für nachhaltige Vermittlungserfolge des Programms ist die Verankerung und Unterstützung der Initiative an den jeweiligen Standorten. „Unser Ziel war es, ein Programm zu entwickeln, in dem sich alle relevanten Kräfte vor Ort – Wirtschaft, öffentliche Hand und Helfer aus der Zivilgesell-schaft – gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit engagieren können“, erläutert von Kospoth. JOBLINGE wird auf lokaler Ebene von gemeinnützigen – also nicht gewinnorientierten – Aktiengesellschaften (gAGs) getragen, die vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Privatpersonen und Organisationen bieten: Unternehmen unterstützen mit Praktika, Bildungseinrichtungen mit Trainings, und Bürger begleiten und beraten die Joblinge als ehrenamtliche Mentoren.

„Das Engagement ist beeindruckend – wir freuen uns, dass unser Konzept so gut angenommen wird. Die erfolgreichen Praxistests in Zwiesel und München bestärken uns in unserem Vorhaben, die Initiative Schritt für Schritt bundesweit auszurollen“, so Veith. Per Social Franchising soll das bewährte Konzept auf andere Städte übertragen und auch dort mit Hilfe lokaler Träger und Partnernetzwerke umgesetzt und etabliert werden. Die Initiatoren führen derzeit vorbereitende Gespräche in Berlin. In der Hauptstadt sind im September 2009 rund 26.000 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos; Berlins Jugendarbeitslosigkeitsquote von etwa 16 Prozent ist die derzeit höchste aller Bundesländer.
JOBLINGE ist eine gemeinnützige Initiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG.

Sie bündelt das bürgerschaftliche Engagement zahlreicher Partner aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um Jugendliche auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu unterstützen. In einem mehrmonatigen Programm qualifizieren sich Teilnehmer in der Praxis und erarbeiten sich aus eigener Kraft einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in einem JOBLINGE-Partnerunternehmen. Ein persönlicher, ehrenamtlicher Mentor begleitet jeden Jobling auf seinem Weg. Auf lokaler Ebene wird die Initiative von gemeinnützigen Aktiengesellschaften (gAGs) getragen, die das Programm vor Ort umsetzen. Unterstützt werden sie dabei von den beiden Initiatoren, die JOBLINGE kontinuierlich weiterentwickeln und standortübergreifend koordinieren. Die ersten Joblinge gAGs wurden 2008 in Zwiesel und 2009 in München gegründet, gefördert werden sie durch die öffentliche Hand. Weitere Standorte sind in Vorbereitung.

Für nähere Informationen: www.joblinge.de

Quelle: PR / The Boston Consulting Group / Eberhard von Kuenheim Stiftung

 

 

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