„Euer Ding.“: Die Entscheidung ist gefallen
„Ingenieure auf Zeit“ stellten ihre Entwürfe bei den Ruhr Games vor
Düsseldorf
- 09.06.2015
Planungswettstreit „Euer Ding.“: Die Siegerteams stehen fest. Sie kommen aus Brühl (Max-Ernst-Gymnasium) Essen (Viktoria Gymnasium, Gymnasium am Stoppenberg), Hattingen (Gymnasium Waldstraße), Recklinghausen (Hittorf-Gymnasium) und Velen (Abraham-Frank-Sekundarschule). Sie belegten bei der Aktion „Euer Ding. Ein Jugendprojekt zur Planung eines Trendsport-Areals“ im Rahmen der Ruhr Games in den Altersgruppen I und II jeweils die drei ersten Plätze. Sonderpreise erhielten das Max-Ernst-Gymnasium, Brühl, und das Lise-Meitner Gesamtschule in Köln-Porz.
Insgesamt 13 Teams hatten monatelang überlegt, diskutiert, geplant, gezeichnet und an ihren Modellen gebaut: Jugendliche aus Brühl, Bottrop, Duisburg, Essen, Geldern, Hattingen, Köln, Recklinghausen und Velen hatten sich mit der Aufgabe auseinandergesetzt. Es galt, eine fiktive Planung für ein rund 20.000 qm großes Gelände im Revierpark Nienhausen (Gelsenkirchen/Essen) zu entwickeln – mit eigenen Ideen, nach eigenen Vorstellungen, aber dennoch unter Beachtung bauplanerischer Vorgaben.
Nach drei Vorbereitungs- und Beratungsworkshops im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen fiel für die Teams jetzt die Entscheidung auf der ganz großen Bühne: Bei den Ruhr Games präsentierten sie ihre Planungsentwürfe nicht nur einer sechsköpfigen Fachjury, sondern auch der NRW Jugend-, Sport- und Kulturministerin Ute Schäfer, der Direktorin des Regionalverbandes Ruhr, Karola Geiß-Netthöfel, und Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, dem Präsidenten der Ingenieurkammer-Bau NRW. Und von allen heimsten die Teams großes Lob ein.
Die Ideen der Teams reichten von der Skateranlage und Beachfeldern über Sommer-Downhill, Slacklines und Crossfitanlage bis hin zu Hängematten am Hang und Eventbühne als Treffpunkt. Viele Entwürfe berücksichtigen die Integration von behinderten Sportlern und Besuchern durch entsprechende Wegeplanung und flexible Nutzbarkeit der Sportanlagen. Zusätzlich haben die Jugendlichen ihr Augenmerk auf ökologische Themen und die Bedürfnisse der öffentlichen Sicherheit gelenkt – so gab es in den Entwürfen auch Solar- und Windenergieanlagen für die Beleuchtung auf dem Gelände.
Mit welcher Begeisterung und Kreativität die jungen „Ingenieure auf Zeit“ das Projekt aufgegriffen haben, davon waren alle Beteiligten positiv überrascht, sowohl die Organisatoren als auch die hinzugezogenen Experten. Immerhin hatten insgesamt zwölf Ingenieurinnen und Ingenieure die Teams bei den drei Workshops fachlich betreut.
„Wir haben uns bei den Ruhr Games nicht nur das Ziel gesetzt, die Sportlerinnen und Sportler aus der Region zusammen zu holen. Wir haben auch immer die Idee verfolgt, dass die Jugendlichen in die Entwicklung und Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen werden. Dieses Projekt steht in besonderem Maße für die aktive Beteiligung der Jugend und passte damit auch hervorragend zu dem Programm der Ruhr Games“, zeigte sich die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr Karola Geiß-Netthöfel begeistert von dem Engagement der Jugendlichen – zumal alle bis zum Schluss dabei waren und gezeigt haben, dass sie wissen, was sie wollen.
Dabei war die Herausforderung für die Jugendlichen groß: Denn gefragt waren viel Kreativität, Teamgeist und Durchhaltevermögen. Die Auslober, die Ingenieurkammer-Bau NRW (IK-Bau NRW) und der Regionalverband Ruhr (RVR) hatten immer ein Ziel bei diesem Projekt verfolgt: Es galt den Jugendlichen ingenieurtechnisches und ingenieurplanerisches Denken zu vermitteln, ihnen Gelegenheit zu geben, praxisnah vieles auszuprobieren und in Teamarbeit ihre Ideen und Vorstellungen eigenständig in eine Gesamtplanung umzusetzen. Grundsätzlich stehen dabei Nachhaltigkeit und Qualität in der Ausbildung der Jugendlichen sowohl für die Ingenieure als auch für den RVR im Vordergrund. Denn beides dient auch einer qualifizierten Entwicklung der Metropole Ruhr und aller beteiligten Regionen.
„Als Ingenieure gestalten wir die Lebensumwelt. Das ist spannend und immer wieder ein dialogischer Prozess. Mit diesem Projekt möchten wir den Jugendlichen vermitteln, wie Bauingenieure und Vermessungsingenieure denken, wie sie arbeiten – wie kreativ und einflussreich dieser Beruf ist – aber auch welche große Verantwortung darin steckt. Ich bin begeistert, was die Jugendlichen alles entwickelt haben, wie ernsthaft sie die Aufgaben angegangen sind und wie komplex zum Teil ihre Lösungen sind“, zeigte sich IK-Bau-Präsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp beeindruckt.
Mehr zu den Entwürfen der Teams:
www.euer-ding.ikbaunrw.de Mehr zu den Ruhr Games
www.ruhrgames.de.
(Quelle: Ingenieurkammer-Bau NRW)
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