Zwischen Wandel und Fortschritt

Symposium mit Ministerin Lemke

 

Mainz   -  12.12.2012

Ob die alternde Gesellschaft, der Klimawandel oder die Energiewende – das Thema „Wandel“ mit all seinen Facetten stand im Fokus des Symposiums, zu dem die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz ins Kurfürstliche Schloss in Mainz geladen hatte. „Unser Alltag befindet sich in einem stetigen Wandel- und Entwicklungsprozess“, verdeutlichte Kammerpräsident Dr. Horst Lenz die Aktualität des Themas. „Damit die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten. Hierbei können Ingenieure einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie geeignete Techniken zur Energiegewinnung weiterentwickeln und sinnvolle Wege zu deren Speicherung erforschen.“ Gerade die Stromnetze bedürften in Zukunft deutlich mehr Aufmerksamkeit. Für deren sicheren und effizienten Ausbau sei es notwendig, dass Bund und Länder erheblich mehr Mittel bereitstellten, betonte der Kammerpräsident.

Für die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bieten die Anstrengungen für mehr Klimaschutz und hin zur Energieversorgung über erneuerbare Energien die große Chance zum Aufbau neuartiger, hochwertiger Arbeitsplätze und Industriestrukturen. Eveline Lemke zu den Entwicklungsmöglichkeiten dieses Wandels: „Es gilt vor allem, die Chancen, die im Klimaschutz stecken, konsequent für die Wirtschaft zu nutzen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, denn Klimaschutz- und Effizienztechnologien sind die gefragten Produkte auf den weltweiten Märkten. Bereits heute arbeiten 1,8 Millionen Menschen in Deutschland im Bereich der Umwelttechnologien. Allein die erneuerbaren Energien bieten 250.000 Menschen Beschäftigung. Wenn wir diesen Weg mit voller Kraft weitergehen, entwickeln wir die deutsche Wirtschaft nachhaltig weiter.“

Nachbesserungsbedarf sieht Kammerpräsident Lenz bei der Energieeinsparverordnung. Es gebe zwar immer strengere Vorschriften, deren Umsetzung allerdings nicht kontrolliert werde. Um das zu ändern, müsse ein Prüfsachverständiger für energetische Gebäudeplanung eingeführt werden, unterstrich er. Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit jetzt und in Zukunft ist, zeige sich nicht nur in der bundesweit einmaligen Vereinbarung zur Kreislaufwirtschaft im Bau, die für die Ressourcenschonung und Wiederverwertung im Baubereich wirbt. Diese hatte die Ingenieurkammer gemeinsam mit den Ministerien für Wirtschaft, Inneres und Finanzen sowie weiteren Partnern unterzeichnet. Das Thema Nachhaltigkeit spiele auch in der täglichen Arbeit der Ingenieure eine entscheidende Rolle. „Damit sich der bereits begonnene Wandel und Fortschritt auch in kommenden Generationen fortsetzt, veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder unseren Schülerwettbewerb. So wollen wir junge Leute für ingenieurwissenschaftliche Themen begeistern“, betonte Lenz, dem die Nachwuchsförderung sehr am Herzen liegt.

Quelle: Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz

 

 

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