Preisverleihung des Schülerwettbewerbs "BRÜCKENschlag" 2012/2013 der Ingenieurkammer Baden-Württemberg

Schüler aus Karlsruhe und Ochsenhausen siegen bei Ingenieurwettbewerb

 

Stuttgart   -  28.02.2013

Die Landessieger des Schülerwettbewerbs "BRÜCKENschlag" der Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) stehen fest: Die beiden Siegermodelle von insgesamt 1.070 eingereichten Fußgängerbrücken-Modellen stammen aus dem Heisenberg-Gymnasium Karlsruhe und der Werkrealschule Reinstetten in Ochsenhausen (Landkreis Biberach). Insgesamt wurden am Mittwoch (27. Februar) 97 Schüler mit jeweils 15 Preisen in zwei Alterskategorien (bis Klasse acht und ab Klasse neun aus allen Schularten) sowie mit fünf Sonderpreisen bei einem Festakt mit Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup (SPD) in der Stuttgarter Carl-Benz-Arena ausgezeichnet.

Die beiden zweiten Plätze belegten Schülergruppen aus Böblingen und Bretten, Platz drei geht an Erbauerteams aus Bad Saulgau und Tuttlingen (komplette Liste im Anhang). Mit über 3.000 Teilnehmern aus 170 Schulen beteiligten sich am achten Schülerwettbewerb "BRÜCKENschlag" der Ingenieurkammer Baden-Württemberg unter Schirmherrschaft von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) fast doppelt so viele Schüler wie im vergangenen Jahr. Dieses Mal sollten die Schüler innerhalb von viereinhalb Monaten aus Papier, Holz- oder Kunststoffstäbchen, Klebstoff, Schnüren oder Stecknadeln eine möglichst leichte und elegante Fußgängerbrücke konstruieren, die mindestens ein Kilogramm Gewicht aushält.

Wettbewerb in fünf Bundesländern
Der Schülerwettbewerb wird außer in Baden-Württemberg noch von den Ingenieurkammern der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt ausgelobt. In diesem Jahr kommen über zwei Drittel aller teilnehmenden Schüler des länderübergreifenden Wettbewerbs aus Baden-Württemberg. Ein Drittel der baden-württembergischen Teilnehmer waren Mädchen.

"Ich freue mich über das große Interesse der baden-württembergischen Schülerinnen und Schüler", sagte Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup MdL anlässlich der Preisverleihung mit 1.300 Schülern und Gästen. Der Wettbewerb fördere die sogenannten MINT-Fächer und trage dazu bei, den jungen Menschen den Ingenieurberuf schmackhaft zu machen. "Ich bin fasziniert, mit welcher Kreativität und mit welchem Engagement die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe gemeistert haben", fügte Mentrup hinzu.

INGBW-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann sagte: "Wir freuen uns, wenn wir auf diese Weise kreative junge Menschen für den Ingenieurberuf begeistern und ihr Interesse an den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern wecken können. Mit den jährlich wechselnden Wettbewerbsthemen wollen wir auf die Vielfältigkeit des Bauingenieurberufs aufmerksam machen und für ein ingenieurwissenschaftliches Studium werben", betonte Engelsmann. "Langfristig wirken wir damit dem aktuellen Fachkräftemangel in den technischen Berufen entgegen", fügte er hinzu.

Die ersten drei Siegermodelle treten beim Gesamtwettbewerb an
Der Brückenbau gehört zur Königsdisziplin der Ingenieure. Die sechsköpfige Jury lobte bei dem Siegermodell "Moonwalk" der Achtklässler des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe vor allem die Schlichtheit ihres Werks. "Um leicht, gleichzeitig stabil und für große Lasten bauen zu können, haben die Erbauer sich in der Natur umgesehen und Parallelen entdeckt", sagte Jurymitglied Dr.-Ing. Frank Breinlinger in der Laudatio. Die in der Natur vorhandenen Beispiele für leichte und stabile Konstruktionen hätten "die Erbauer gefunden, erkannt und mit 'statischem Gefühl' und Verstand abgewandelt und auf ihre Brücke angepasst". Beim zweiten Siegermodell "Engineers catwalk" hätten die Neuntklässler der Werkrealschule Reinstetten in Ochsenhausen (Landkreis Biberach) "mit einem leichten Bogentragwerk, das mit zwei Zugelementen den Bogenschub kurzschließt, die Aufgabe in hervorragender Weise konstruktiv und gestalterisch gelöst", sagte Jurymitglied Dipl.-Ing. Andreas Keil. "Die Brücke ist auf das Wesentliche reduziert und besticht durch ihre Klarheit und Filigranität."

Die Jury verlieh zudem fünf Sonderpreise für besonderes 3D-Raumerlebnis, Adventure, Kreatives Design, besondere Ästhetik und geringstes Eigengewicht. Die ersten drei Siegermodelle der beiden Alterskategorien treten beim Gesamtwettbewerb der fünf Ingenieurkammern am 19. April in Mainz an. Für Staatssekretär Mentrup war die Landespreisverleihung eine seiner letzten Amtshandlungen als Regierungsmitglied, bevor er sein neues Amt als Karlsruher Oberbürgermeister im März aufnimmt. 

Die Gewinner im Überblick

Quelle: Ingenieurkammer Baden-Württemberg

 

 

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