Bundeswirtschaftsministerium beauftragt Forschungsvorhaben
Berlin - 22.07.2016
Die Bundesingenieurkammer hat im September 2014 in einem gemeinsamen Schreiben mit dem Deutschen Städtetag und weiteren Kammern und Verbänden gegenüber den Bundesministern Gabriel (BMWi) und Dr. Hendricks (BMUB) die Einrichtung einer Reformkommission „Beteiligungsverfahren und Relevanzprüfung bei der Normung“ gefordert.
Diese soll sich über zeitgemäße Beteiligungsprozesse für betroffene Anwenderkreise (Bund, Länder, Kommunen, Industrie, Ingenieure, Architekten, Handwerk etc.) und eine verbesserte Relevanzprüfung, auch auf internationaler Ebene entstehender Normung, verständigen. Sie soll den Auftrag erhalten, neben den im DIN bereits aufgegriffenen Reformbemühungen zur internen Strukturierung von Normungsabläufen, bestehende politische Rahmensetzungen zu überprüfen und - sofern erforderlich - Positionen und Vorschläge zur Neufassung von Grundsätzen der Normungsarbeit und nationaler Einführung von Normen zu entwickeln.
Damit soll letztendlich der ausufernden Normenflut und den Auswirkungen, den diese auch auf Ingenieurbüros hat, begegnet werden.
Das BMWi hat zwischenzeitlich die Kritik der Verbände aufgenommen und jetzt ein Forschungsvorhaben „Die Rolle der Normung 2030 und Gestaltungsoptionen unter Berücksichtigung der technologiespezifischen Besonderheiten der IKT in der Normung und Standardisierung“ beauftragt.
Markus Balkow / Bundesingenieurkammer
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