DenkmalDebatten: Prominente Denkmale kontrovers diskutiert

Eine Informationsplattform der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

 

Bonn   -  27.09.2011

Bauwerke, um die man stritt und noch immer streitet

Der Kölner Dom oder das Heidelberger Schloss sind Denkmale, über die im 19. und frühen 20. Jahrhundert überaus kontrovers diskutiert wurde. Die Grundsätze, die in diesen Debatten zu Fragen der Restaurierung, des Weiterbaus und der Rekonstruktion von Denkmalen erarbeitet wurden, gehören bis heute zum Selbstverständnis des Fachs. Gegenwärtig bieten andere Denkmale - und andere, neue Fragestellungen - Anlass zur Diskussion über den zeitgemäßen Umgang mit der historischen Substanz.

Wie begegnen wir Denkmalen, welche Interessen leiten ihren Erhalt oder ihre Zerstörung? Was überhaupt als Denkmal Anerkennung finden soll und welche historischen Bauten demgegenüber für zukünftige Generationen als entbehrlich gelten, darüber haben die europäischen Gesellschaften seit den tiefgreifenden Umbrüchen infolge der Französischen Revolution intensiv und immer wieder gerungen. Kirchen und Klöster standen da ebenso auf der Agenda wie später altstädtische Ensembles, historische Industriebauten oder Wohnsiedlungen. Revolution und Säkularisierung, Industrialisierung, Kriegszerstörung, Modernisierung und Globalisierung sind die Stichworte gesellschaftlicher Umwälzungen, von deren Folgen auch historische Bauten nicht verschont bleiben. Immer wieder neu muss sich eine Gesellschaft fragen, was sie zum Kern ihres kulturellen Erbes zählt, was ihr wesentlich genug ist, um für seine Bewahrung auch finanzielle Anstrengungen in Kauf zu nehmen. Darüber entscheiden bekanntermaßen nicht nur Denkmalpfleger.
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