Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege hat sich erfolgreich für Unterstützung eingesetzt
München - 05.07.2012
Über das Bundesprogramm „Denkmalschutz-Sonderprogramm II“ erhalten insgesamt sieben Baudenkmäler aus Bayern eine Bundesförderung. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat sich um diese Fördersumme intensiv bemüht. Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege: „Wir haben uns für die Bundesmittel in Höhe von 1.110.000 Euro eingesetzt. Jetzt freuen wir uns, dass zumindest sieben Baudenkmäler in den Genuss einer zusätzlichen Bundesförderung kommen. Dies ist wichtig, weil die Fördermittel des Landes seit Jahren unzureichend sind!“
Für die bayerischen Baudenkmäler stehen Fördermittel aus unterschiedlichen Quellen zur Verfügung. Zudem gibt es für Denkmal-Eigentümer auch die Möglichkeit steuerlicher Vergünstigungen. Die Förderbedingungen und Antragsunterlagen sind über die Homepage des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege oder auch über die Unteren Denkmalschutzbehörden (Landratsämter und kreisfreie Städte) erhältlich. Mehr Informationen hierzu finden sich in der kostenlosen Broschüre „Finanzielle Fördermöglichkeiten und Steuererleichterungen für denkmalpflegerische Maßnahmen in Bayern“.
Die jetzt vergebenen Bundesmittel „Denkmalschutz-Sonderprogramm II“ werden vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege verwaltet. Sie dienen folgenden Projekten:
1. Spitalkirche St. Johannes, Passau, Regierungsbezirk Niederbayern
Das Johannesspital ist das älteste Spital der Stadt Passau. Entstanden in der Regierungszeit von Bischof Mangold (1206 - 1215) - Gefördert wird die dringend nötige statische Instandsetzung.
2. Spitalkirche Heiliggeist, Passau, Regierungsbezirk Niederbayern - Die spätgotische Spitalkirche besitzt große architekturgeschichtliche Bedeutung. Heute ist die Kirche profaniert und dient als
Veranstaltungsraum. Die Fördermittel kommen der Restaurierung des Innerraums und der wiederentdeckten neugotischen Farbverglasung zugute.
3. Steinbogenbrücke, Röhrnbach, Landkreis Freyung-Grafenau, Regierungsbezirk Niederbayern - Über die 400 Jahre alte Brücke führte der europäisch bedeutende Fernhandelsweg „Goldener Steig“. Auf dieser Straße wurde vor allem Salz aus den Alpen nach Böhmen transportiert. Die Förderung dient der dringend notwendigen Reparatur dieses bedeutenden Baudenkmals.
4. Haus „Zum Reichsapfel“, Regenstauf, Landkreis Regensburg, Regierungsbezirk Oberpfalz - Das „Thomas-Wiser-Haus“ aus der Zeit um 1600 ist mit seiner reichen Baugeschichte zugleich auch eines der wenigen Gebäude von Regenstauf, das die verschiedenen Marktbrände, zuletzt den Brand von 1780, weitgehend unbeschadet überstanden hat. Die Förderung dient der denkmalgerechten Gesamtinstandsetzung des Hauses.
5. Stiftspfarrkirche St. Kassian, Regensburg, Regierungsbezirk Oberpfalz - Die Stiftspfarrkirche St. Kassian wurde 885 erstmals erwähnt und gehört mit dem überlieferten Baubestand zu den ältesten Kirchen in Regensburg. Der Innenraum ist heute vom Rokoko geprägt. Die Fördermittel dienen der dringend notwendigen, insbesondere auch statischen Gesamtinstandsetzung der Kirche.
6. Praemonstratenserabtei, Speinshart, Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Regierungsbezirk Oberpfalz - Die Klosteranlage von Speinshart gehört zu den bedeutendsten Baukomplexen des Barocks in Bayern. Die Fördermittel dienen der seit Jahren andauernden Gesamtinstandsetzung.
7. Ev. Paulskirche in Perlach, Landeshauptstadt München, Regierungsbezirk Oberbayern - Im Jahr 1849 wurde die Paulskirche nach Plänen von Georg Friedrich Ziebland für die im Süden Münchens lebenden evangelischen Christen errichtet. Sie repräsentiert heute den ältesten evangelischen Sakralbau Münchens. Die Förderung dient der denkmalgerechten Instandsetzung des schadhaften Dachtragwerks.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
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