Wirtschaftsmotor: Denkmäler in Bayern!

Generalkonservator Prof. Dr. Greipl appelliert an politische Entscheidungsträger

 

München   -  08.09.2013

Mit einem Appell des Generalkonservators Prof. Dr. Egon Johannes Greipl endet der diesjährige Tag des offenen Denkmals in Bayern: „Denkmäler sind ein rares Gut. Ihre materielle Qualität, ihr geschichtlicher Wert unterscheiden sie von Nullachtfünfzehn-Bauten auf der ‚grünen Wiese‘. Denkmäler sind einzigartig!“ Schätzungsweise sind nur 2 bis 3 Prozent aller Gebäude in Deutschland denkmalgeschützt. Gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen machen das Denkmal zum Gütesiegel.

Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl: „Der Erhalt unseres historischen Erbes ist
ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Regionen! Eine halbe Milliarde Euro werden jährlich in
Bayern in den Erhalt des baulichen Erbes investiert. In dieser gewaltigen Summe stecken die
Aufwendungen der privaten Denkmaleigentümer, der Kirchen, der Kommunen, des Staates für
seine eigenen Königsschlösser und Justizpaläste, der Stiftungen: ein mittelständisches
Wirtschaftsförderprogramm erster Güte!“ Nur bei ca. 5 Prozent dieses „Wirtschaftsförderprogrammes“ handelt es sich um Zuschüsse des Staates und der Kommunen.

Von den Denkmälern in den Regionen profitieren Handwerksbetriebe und mittelständische
Firmen, denn ein Großteil der Aufträge werden im Umkreis von 50 Kilometern des jeweiligen
Denkmals vergeben. Somit ist Denkmalpflege auch eine Förderung der regionalen Wirtschaft.
„Uns liegen Ergebnisse vor, die belegen, dass die öffentlichen Mittel im Bereich der
Denkmalpflege, wie eine Initialzündung wirken.“ Generalkonservator Greipl: „Ein Euro
Fördergeld initiiert 9 Euro an privaten Investitionen. Außerdem werden auch mehr Arbeitsplätze
gefördert, denn die durchaus personalintensive handwerkliche Arbeit erfordert mehr
Arbeitskräfte bei gleichem Investitionsvolumen als dies bei einem Neubau der Fall ist.“ Die
Auftragslage der handwerklich orientierten Fachfirmen, so Generalkonservator Greipl, sei
weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Damit stabilisiere die
Denkmalpflege auch die Bauwirtschaft.

Über 750 Denkmäler konnten am „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September 2013 in Bayern
besichtigt werden. Mit hunderttausenden von Besuchern allein in Bayern ist der „Tag des
offenen Denkmals“ eine der erfolgreichsten Kulturveranstaltungen überhaupt. Die Denkmäler
bringen in Deutschland mehr Menschen auf die Beine als ein Bundesligasonntag!

(Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)

 

 

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