Prof. Dr. Egon Johannes Greipl geht in den Ruhestand
Neubesetzung des Generalkonservators erfolgt 2014
München
- 27.11.2013
Mit Ablauf des 30. Novembers 2013 scheidet Prof. Dr. Egon Johannes
Greipl aus dem Dienst des Freistaats Bayern aus. Einen Nachfolger im Amt des Generalkonservators
wird die Bayerische Staatsregierung erst im Jahr 2014 ernennen.
Prof. Dr. Egon Johannes Greipl (geb. 19. September 1948) ist seit 1. November 1999 Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Greipl setzte die von der bayerischen Staatsregierung beschlossene Organisationsreform des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege um. Aufgrund seiner Initiative kam es zur Nachqualifizierung und Revision der Bayerischen Denkmalliste. Dieses Projekt wird 2014 abgeschlossen sein. Bereits seit 2007 ist über den BayernViewer-Denkmal die Denkmalliste tagesaktuell und flächenscharf im Internet für alle verfügbar. Die integrale Denkmalpflege wurde zum Grundgedanken für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und spiegelt sich in der Organisationstruktur wider: Baudenkmalpflege und Bodendenkmalpflege werden als eine Einheit betrachtet. Aktuell gibt es in Bayern 161.101 Denkmäler: 111.615 Einzelbaudenkmäler, 48.473 Bodendenkmäler und 883 Ensembles.
Mit vielen hundert Vorträgen, Reden und Grußworten war es Generalkonservator Prof. Dr. Egon
Johannes Greipl immer ein wichtiges Anliegen, die Bedeutung der Denkmalpflege hervorzuheben. Dabei kam auch der Appell an die Politik nicht zu kurz, wenn er an deren Verantwortung gegenüber den
bayerischen Denkmälern erinnerte: „Der Erhalt des kulturellen Erbes ist in Bayern Verfassungsziel und
ausdrückliche Aufgabe des Staates und der Kommunen. Es geht vor allem auch darum, den privaten
Denkmaleigentümern unter die Arme zu greifen und etwas gegen die sich abzeichnenden massiven
Denkmalverluste insbesondere in den strukturschwächeren Regionen unseres Landes zu tun.“
Eine wichtige Rolle in der Kommunikation spielten die Publikationen, die das Bayerische Landesamt
herausgibt und hier auf eine über 100 jährige Tradition zurückblicken kann. Generalkonservator Greipl:
„Die wissenschaftliche Erfassung und Erforschung des historischen Erbes ist der Grundpfeiler jeder
denkmalpflegerischen Tätigkeit. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege dient damit unmittelbar dem Schutz und dem Erhalt der reichen Denkmallandschaft des Freistaates Bayern. Dieses Wissen zu erhalten, auch für die nachfolgenden Generationen, ist eines meiner Hauptanliegen. Ein sehr gutes Beispiel ist unser Bildarchiv.“ Das Bildarchiv des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege umfasst 1,2 Millionen Fotografien aus der Zeit vor 1970. Das Bildarchiv ist eines der größten und ältesten Fotoarchive dieser Art in Europa. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ist das erste Landesamt im deutschsprachigen Raum, das seinen historischen fotografischen Kernbestand komplett digital erfasst, für die Zukunft gesichert hat und für die Öffentlichkeit bereithält.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)
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