Energiesparendes Bauen und Wohnkomfort

26.06.2003

Karlsruhe (26.06.03) Passivhäuser zeichnen sich aus durch kompakte Bauweisen, sehr gute Wärmedämmung, optimierte Haustechnik und eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle. Durch kontrollierte Lüftungstechnik sollen Wärmeverluste vermindert werden. Welchen Einfluss hat das Verhalten der Bewohner von Passivhäusern auf den Energieverbrauch?In zwei Studien, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert wurden, ist man diesen Fragen nachgegangen. Das neue BINE-Projekt-Info "Wohnen in Passivhäusern" stellt die Ergebnisse vor. Das vierseitige Info gibt es beim BINE Informationsdienst unter www.bine.info.
In der Siedlung Lummerlund in Wiesbaden-Dotzheim wurden 22 Reihenhäuser und in Stuttgart-Feuerbach wurden 52 Gebäude erfasst und ausgewertet. Ergänzt wurden Verbrauchsmessungen durch eine sozialwissenschaftliche Studie mittels Bewohnerumfragen. Die Untersuchungen zeigen zwar, dass der Heizwärmeverbrauch stark vom Nutzerverhalten abhängt, aber selbst der Haushalt mit dem höchsten Verbrauch liegt unterhalb der gesetzlichen Vorgaben. Einfluss auf den Heizenergieverbrauch hat vor allem die Raumlufttemperatur.
Die Nutzer sind zum Großteil mit dem Wohnkomfort sehr zufrieden. Die Befragung hat ergeben, dass die meisten Bewohner nicht nur wegen des geringen Energieverbrauchs in Passivhäuser gezogen sind. Dominiert haben Gründe wie Kosten, Kinderfreundlichkeit der Anlage sowie der Wunsch, Wohneigentum zu erwerben. Sie fühlen sich in ihrem Verhalten nicht eingeschränkt und auch umgekehrt beeinträchtigt ihr Verhalten nicht die Funktionsfähigkeit der Häuser.

 

 

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