Ausbau erneuerbarer Energien bringt Vorteile

22.03.2004

Berlin (22.03.04) Bis zum Jahr 2050 können mit dem Einsatz erneuerbarer Energien mindestens 75 Prozent des derzeitigen Treibhausausstoßes vermieden werden. Dies zeigt eine Studie zum Ausbau erneuerbarer Energien, die die Tage in Berlin vorgestellt wurde.Voraussetzung für eine zukunftsfähige Energieversorgung sei jedoch auch eine deutliche Effizienzsteigerung bei der Nutzung fossiler Energien. Langfristig müsse es darum gehen, die Technologie der erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig zu machen, damit sie in einigen Jahren kostengünstiger Strom und Wärme erzeugen als herkömmliche Technologien.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien im Strombereich bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent erhöhen. Bis 2020 müssen wichtige Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien getroffen werden, um die notwendige Kosteneffizienz zu erreichen. Dafür wird ein klarer Rahmen gebraucht, den das Erneuerbare Energien-Gesetz schaffen muss. In etwa 20 Jahren, so das Ergebnis der Wissenschaftler, könnten die Kosten pro Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien unter den Kosten für konventionelle Energien sinken.

Um bis zur 2050 einen Anteil der erneuerbaren Energien von 50 Prozent zu erreichen, schlagen die Wissenschaftler folgende Schritte vor:
°Bis 2010: Energiepolitisch gestützter "Einstieg" durch
Zielvorgaben und wirksame, auf erneuerbare Energien
zugeschnittene Instrumentenbündel
°2010 - 2020: "Stabilisierung" des Wachstums bei allmählicher
Einbeziehung der Unterstützung erneuerbarer Energien in Instrumente des generellen Klimaschutzes
°2020 - 2030: Vollwertige "Etablierung" aller neuen Technologien
zur Nutzung erneuerbarer Energien mit optimierten Beiträgen in
den einzelnen Verbrauchssektoren und beginnende Nutzung
kostengünstiger Potenziale in ganz Europa und dem Mittelmeerraum mittels einer Verbundversorgung für Strom
°2030 - 2050: Beginnende "Dominanz" erneuerbarer Energien in
allen Bereichen der Energieversorgung und beginnende Verwendung
von regenerativem Wasserstoff
°Nach 2050: Fortschreitende "Ablösung" der fossilen Energieträger
und Etablierung einer vollständig auf erneuerbaren Energien
beruhender Energiewirtschaft unter anderem durch den sukzessiven
Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft.


Die Studie wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Institut für Energie- und Umweltforschung und dem Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt in dreijähriger Arbeit erstellt. Sie geht von unterschiedlichen Energieszenarien aus und bewertet diese vor dem Hintergrund des angestrebten Reduktionsziels von Treibhausgasemissionen bis in die Mitte dieses Jahrhunderts.



 

 

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