Strategien für nachhaltige Innovationen im Bauwesen

03.05.2004

Berlin (03.05.04) Eine neue Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW) präsentiert Strategien für nachhaltige Innovationen im Baubereich.Innovationen gelten als „Wundermittel“ für Wachstum, Beschäftigung und Nachhaltigkeit. Gerade im Baubereich bestehen beträchtliche Modernisierungs- und Umweltpotenziale, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bauwirtschaft erhöhen sowie Energieeinsparungen ermöglichen. Diese könnten durch die Politik wesentlich besser genutzt werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), wie über geeignete Förderung, Anreize für weitere Innovationen bei den wichtigsten Technologien für energiesparende Häuser geschaffen werden könnten. Diese führt zu Kostensenkungen und macht damit Niedrigstenergiehäuser marktfähig.
Die Studie umfasst folgende Punkte:

· Kurzfristig sind die bestehenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Energiesparhäuser zu stärken. Dies soll durch den Ausbau der Beratung und einer Verbesserung des Images geschehen. Noch effektiver ist eine Reform der Eigenheimzulage zu einem zentralen Förderinstrument für den innovationsorientierten und ökologischen Bau.
· Mittelfristig ist die innovationsorientierte Altbausanierung voranzutreiben. Dabei gilt es, die vorhandenen Einsparpotenziale besser zu nutzen und zugleich die Innovationsfähigkeit der Baubranche zu erhöhen.
· Gleichzeitig ist auf politische Durchsetzungschancen - Wissenschaftler sprechen von politischen Zeitfenstern - zu achten, um die geltenden Standards zu verschärfen und innovationsfördernder auszugestalten. Ein solches politisches Zeitfenster könnte die Umsetzung der Europäischen Gebäude-Energieeffizienzrichtlinie sein, die bis 2006 erfolgen muss.
· Als begleitende Rahmensetzung wird unter anderem eine stetig ansteigende Steuer auf fossile Energieträger gefordert.

Grundlage für die empfohlene Strategie ist eine Analyse des bisherigen Innovationsgeschehens im Bereich Niedrigstenergie- und Passivhäuser sowie der bisherigen Politik aus zeitstrategischer Perspektive. Im Projekt entwickelte Szenarien für eine zukünftige Entwicklung ökologisch anspruchsvoller Neubauten geben weitere Anhaltspunkte für zukünftige Politikansätze.

Die Studie ist als Broschüre veröffentlicht worden und kann beim IÖW (vertrieb@ioew.de) kostenfrei bezogen oder unter www.ioew.de heruntergeladen werden.

 

 

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