08.07.2004
München (08.07.04) Die bayerische Staatsbauverwaltung strebt bei Neubauten, bei Modernisierungen und ebenso bei den bestehenden staatlichen Gebäuden an, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. "Durch eine Reihe von Maßnahmen versuchen wir jedoch auch die privaten Bauherren zu überzeugen, mehr in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Eine energiesparende Bauweise schont nicht nur die Natur, sondern spart langfristig auch erheblich an Betriebskosten", so Innenminister Dr. Günther Beckstein.
Die Staatsbauverwaltung ist bestrebt, für private Bauherren Anreize zu schaffen, damit diese mehr in energiesparende Maßnahmen investieren. Ein besonderes Einsparpotential besteht beim Verbrauch von Energie und Wasser. Informationen zum umweltverträglichen Bauen sind unter der Internetadresse http://www.stmi.bayern.de/service/publikationen abrufbar. Im Rahmen des Experimentellen Wohnungsbaus erprobt die Staatsbauverwaltung im Modellvorhaben "Ökologische Modernisierung" unterschiedliche Konzepte zur weitergehenden energetischen Bestandsmodernisierung. Hierzu wurden seit 1998 14 Wohnanlagen mit insgesamt 650 Wohnungen beispielhaft modernisiert. Der CO2-Ausstoß konnte bei einigen Objekten um bis zu 90 % gesenkt werden. Derzeit werden die Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Benutzerfreundlichkeit der unterschiedlichen Konzepte verglichen und bewertet.
Die Hochbauverwaltung bewertet Planungen staatlicher Gebäude gezielt auch unter energetischen Gesichtspunkten. Dabei untersucht und verfolgt sie insbesondere auch den Einsatz regenerativer Energien. So sind mittlerweile bei staatlichen Gebäuden rund 100 solarthermische Anlagen, 150 Photovoltaikanlagen und 80 Biomasse-Heizanlagen in Betrieb oder in Planung. Dies spart jährlich mehr als 3.000 Tonnen CO2 ein. Hinzu kommen 16 Kraft-Wärmekopplungs-Anlagen.
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