15.09.2004
Brüssel/Berlin (15.09.04) - Die Europäische Kommission führt ab sofort Konsultationen über die künftige Klimapolitik durch. Die Konsultationen geben Bürgern, Unternehmen und Politikern die Möglichkeit, an der Diskussion über die künftige Klimapolitik teilzunehmen. Auch Nichtregierungs-Organisationen (NRO), Behörden, und Wissenschaftler können sich an der Debatte teilnehmen. Alle Beteiligten sind aufgefordert, konstruktive Beiträge über das Web-Forum “Action on Climate Change post 2012” einzureichen. Das Forum steht bis zum 31. Oktober 2004 offen. Die Kommission wird die Beiträge bei der Entwicklung der künftigen Klimapolitik der EU und der Gestaltung ihres Beitrags zur internationalen Diskussion über die künftigen internationalen Maßnahmen gegen die Klimaänderung einbeziehen.
"Die Klimaänderung ist eine der größten Herausforderungen unserer Generation. Der erste Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls endet 2012. Wir müssen uns bereits jetzt auf die Zeit danach vorbereiten. Die internationale Gemeinschaft wird sich schon bald mit der Frage beschäftigen, wie wir auf dem Kyoto-Protokoll aufbauen und eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz einleiten können. Wir müssen unsere Bemühungen intensivieren, uns ehrgeizigere Ziele setzen und für ihre Erreichung innovative Konzepte anwenden. Es ist wichtig, dass wir unseren Beitrag zu dieser Diskussion auf die in unserer Gesellschaft vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten stützen und dabei auch die Standpunkte der Bürger berücksichtigen. Die Konsultation der Beteiligten wird es uns erleichtern, die Führungsrolle der EU beim Kampf gegen die Klimaänderung beizubehalten und den Beitrag der EU auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage und mit einer breiten öffentlichen Unterstützung zu entwickeln.", so Margot Wallström, Mitglied der Kommission und zuständig für Umweltfragen.
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU verpflichtet, zwischen 2008 und 2012 ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990 um 8% zu reduzieren. Diese Reduktionen werden ein erster Schritt zur Lösung des vom Menschen verursachten Teils des Klimaproblems sein, aber sie allein können den Klimawandel nicht aufhalten. Jüngste Studien zeigen, dass ausgehend von einem "Business as usual"-Szenario weitere erhebliche Emissionsverringerungen auf globaler Ebene von bis zu ca. 30% bis 2025 und 65% bis 2050 notwendig sind, um die Klimaänderung zu stoppen.
Quelle: Newsletter der EU-Kommission
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