Energetische Überprüfungen bei staatlichen Gebäuden

München - 03.01.2006

Beckstein: "Bereits Einsparungen von 496.000 Euro pro Jahr erzielt"

"Die staatliche Hochbauverwaltung führt energiesparende Maßnahmen an den staatlichen Gebäuden weiter. Zudem überprüft sie an den staatlichen Objekten auch die Wärmeanschlussleistungen für Erdgas oder Fernwärme. "Ziel ist, die Anschlussentgelte auf das notwendige Maß zu reduzieren. Durch die Reduzierung der Anschlusswerte an 70 großen und 61 kleineren Gebäuden konnte die Bauverwaltung bereits Einsparungen von 496.000 Euro pro Jahr erzielen", teilt Innenminister Dr. Günther Beckstein mit.

Die Bauverwaltung betreut insgesamt 1.473 Objekte, die mit Erdgas oder Fernwärme versorgt werden. Bei 559 dieser Objekte stellen die Energieversorger keine Leistungskosten in Rechnung, da es sich überwiegend um kleinere Tarifkunden handelt. Somit waren 914 Objekte, davon 379 Großverbraucher und 535 Kleinverbraucher, eingehender zu untersuchen. Die staatliche Hochbauverwaltung führt die Anschlusswertprüfungen bereits seit 1998 durch. Nach Prioritäten und im Sinne eines effektiven Personaleinsatzes überprüfte sie zunächst Liegenschaften mit mehr als einer Million Kilowattstunden Jahresverbrauch. Danach senkte sie die Grenze schrittweise auf 500.000 Kilowattstunden ab. Insgesamt überprüfte sie bisher 332 Großverbraucher, 47 Objekte stehen noch aus. Durch Reduzierung der Anschlusswerte bei 70 der 332 Objekte konnte sie jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 442.500 Euro erzielen. Bei den anderen 262 Objekten waren die Anschlusswerte in Ordnung und bedurften keiner Änderung. Auf Vorschlag des Obersten Rechnungshofes überprüft die Bauverwaltung nun auch die Anschlusswerte der kleineren erdgas- und fernwärmeversorgten Liegenschaften. Von den 535 kleineren Objekten hat sie im Jahr 2005 bereits 433 Kleinverbraucher überprüft. Bei 102 Objekten steht die Untersuchung noch an. Durch Reduzierung der Anschlusswerte bei 61 der 433 Objekte konnte sie weitere jährliche Kosteneinsparungen von 53.500 Euro erzielen. Somit ergeben sich bisher insgesamt Einsparungen von 496.000 Euro pro Jahr.

Bei der Bestellung eines Gas- oder Fernwärmeanschlusses bei einem Energieversorger ist die voraussichtlich benötigte Anschlussgröße festzulegen Dieser Anschlusswert bemisst sich in aller Regel nach der für kalte Wintertage erforderlichen, maximalen Wärmeleistung der angeschlossenen Gebäude. Für den Anschlusswert verlangen die Gas- und Fernwärmeversorger einen so genannten Leistungspreis in Höhe zwischen 10 und 20 Euro pro Kilowatt und Jahr. Wird diese Bestellleistung zu hoch gewählt, bezahlt der Kunde für die nicht abgerufene Leistung, ohne einen Nutzen davon zu haben. Ist der Anschlusswert zu niedrig, kann bei extremen Wetterlagen die ausreichende Wärmeversorgung nicht gewährleistet werden.

 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern

 

 

 

 

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