Bund will Flächenverbrauch deutlich senken

Altlastensymposium 2006

 

Berlin   -  02.05.2006

Die Bundesrepublik Deutschland will in den kommenden Jahren den Flächenverbrauch deutlich senken. Wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, soll die Flächeninanspruchnahme auf 30 ha/Tag bis 2020 reduziert werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu wird die Nutzung so genannter Brachflächen im Rahmen des Flächenrecyclings leisten. Das sagte der Staatssekretär im Bundesbauministerium Dr. Engelbert Lütke Daldrup auf dem Altlastensymposium 2006 in Berlin.

 

Bei der Erkundung und Bewertung von Bodenkontaminationen und einer gegebenenfalls notwendigen Sanierung gelte es, einen Ausgleich zu schaffen zwischen berechtigtem Umweltschutz, beabsichtigter Art der Nutzung und der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Maßnahmen im Zusammenhang mit Boden- oder Grundwasserkontaminationen sind dabei originäre Baumaßnahmen. Deswegen habe sich das Bundesbauministerium bereits seit Anfang der 90er Jahre intensiv bei Fragen des Umgangs mit kontaminierten Flächen engagiert. Auch Bundesliegenschaften waren und sind betroffen. Hier hat der Bund bereits frühzeitig mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrums bei der Oberfinanzdirektion Hannover und der Einführung von Handlungsempfehlungen eine Strategie zum Umgang mit Altlastenverdachtsflächen entwickelt.

 

Lütke Daldrup stellte zahlreiche gelungene Beispiele zur Nutzung ehemaliger kontaminierter Standorte vor. Der Neubau für das Umweltbundesamt in Dessau bezieht beispielsweise kontaminierte Bereiche auf dem Baugrundstück ein, die während der Bauplanung optimal berücksichtigt werden konnten. Der Staatssekretär zeigte am Beispiel des ehemaligen Kernkraftwerks Greifswald, welche neuen Entwicklungsperspektiven für Standorte mit Flächenrecycling verbunden sein können. "In Greifswald ist ein moderner Energiestandort entstanden. Nicht nur, dass die dort anlandende Ostsee-Gaspipeline voraussichtlich 2010 in Betrieb gehen wird, auch Biodiesel aus Raps und Bio-Ethanol werden hier zukünftig produziert. Greifswald ist ein Vorzeigebeispiel für die innovative Standortentwicklung", so der Staatssekretär.

 

 

 

 

 

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